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Bischoff.
denkmale zu finden, keinesfalls ausgeschlossen war. Ausgerüstet
mit einem offenen Empfehlungsschreiben Sr. Excellenz
des Herrn Statthalters von Kärnthen, welcher überdiess die
Güte hatte, an die ihm unterstehenden Bezirkshauptmannschaften
die Aufforderung zur Förderung meines Unternehmens
zu richten, habe ich den grössten Theil der Herbstferien 1877
archivalischen Forschungen in Kärnthen gewidmet. Ich begann
damit in Unterdrauburg, indem ich während des Wechsels
der Postpferde, den Bürgermeister über das Vorhandensein
alter Schriften befrag; war aber leider nicht bemiissigt, mich
da länger aufzuhalten. In Lavamünd hatte ich schriftlich
wiederholt vergeblich angefragt und hielt nach dem Misserfolg
in Unterdrauburg für räthlicher hier nur durchzureisen, als
wahrscheinlich erfolglos einen ganzen Tag sitzen zu bleiben.
Dagegen konnte ich nicht unterlassen, mich mit dem St. Fauler
Stiftsarchiv genauer bekannt zu machen, obwohl die akademische
Weisthümer-Commission das Banntaiding des Marktes St. Paul
bereits erhalten hatte. Im Stifte freundlic.hst aufgenommen,
konnte ich deu ganzen Tag über im Archive selbst arbeiten,
und auch noch für die Abendstunden Handschriften auf das
mir angewiesene Zimmer zur Untersuchung und Abschrift
nehmen. So war es mir möglich .in verhältnissmässig kurzer
Zeit eine gewaltige Menge von Handschriften ziemlich genau
durchzusehen und auch deu ganzen übrigen Bestand dieses
Archives, abgesehen von dem aus St. Blasien überkommenen
Theile, wenigstens flüchtig kennen zu lernen, obgleich es an
einem Archivskataloge fehlte. Begünstigt war meine Arbeit
auch durch den Umstand, dass der weitaus grösste Theil des
Archivsinhaltes, wenn ich nicht irre, von Beda Schroll rnaterienwmise
räumlich geordnet ist. Ich wendete mich zunächst der
langen bis zum Jahre 1289 hinaufreichenden Reihe der Stiftsurbarien
im ersten Zimmer des Archivs zu, und fand da bald jenes
Unbarium, aus welchem die im Besitze der Weisthümer-Commission
befindliche Abschrift des St. Fauler Banntaidings genommen
war, ferner das sehr werthvolle Urbar des Abtes
Hieronimus vom Jahre 1638, woraus Ankershofen die oben
erwähnte Notiz und einige andere Stücke im Archiv für
Topographie u. s. w. mitgetheilt hat, und welches auch das
St. Pauler Banntaiding und noch andere Stücke enthält, deren