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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 89. Band, (Jahrgang 1878)

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Bischof  f.

sage  des  Grafen  Dr.  Ignaz  Attems  keine  älteren  Schriften
enthalten),  in  Gemeinde  und  Schloss  Wölau,  Schloss  Sallach,
Schloss  Lemberg,  und  in  den  Gemeinden  Sachsenfeld  und
Weiten  stein.  Aus  den  wenigen  Ueberresten  des  ehemaligen
Archivs  der  Herrschaft  Weitenstein  überliess  mir  der  Gewerke
und  Güterdirector  Mullei  ein  Urbarium  der  Herrschaften  Nassenfuss,
  Wisell,  Windisch-Landsberg,  Peilenstein,  Weitenstein  und
St.  Georgen  aus  dem  Anfang  des  16.  Jahrhunderts  zur  Benützung, ­
  welches  eine  Instruction  für  den  Pfleger  von  Neu-Weitenstein
  enthält,  die  in  Ermanglung  eines  Weisthums  in
die  WeisthümerSammlung  aufzunehmen  sein  dürfte.
In  Cilli  wurde  eine  grosse  Masse  gänzlich  ungeordneter ­
  Acten  und  Bücher  in  einem  fensterlosen  Gewölbe  neben
der  Rüstkammer  der  Feuerwehr  im  Stadthause  durchsucht  und
fanden  sich  da  einige  Rathsprotokolle,  aus  deren  ältestem  zu
entnehmen  war,  dass  am  2.  Juli  1687  beiläufig  hundert  und
dreissig  Stadthäuser,  darunter  auch  das  Rathliaus  mit  seinen
besten  Schriften  abgebrannt  sei.  Diese  Protokolle  bezeugen
auch  die  Abhaltung  allgemeiner  Bürgerversammlungeü  in  Cilli,
gleich  denen  in  andern  Gemeinden:  aber  Banntaidingsartikel
enthalten  sie  nicht.  Gleich  erfolglos  blieben  meine  Nachfragen
in  der  Stadt-Propstei,  beim  Kreisgericht,  Grundbuchsamt  und  bei
der  Bezirkshauptmannschaft  in  Cilli,  ferner  auch  ein  wiederholter
Besuch  des  nahegelegenen  sogenannten  Edelthums  oder  Schöffenamtes ­
  Tüchern,  dessen  Freiheiten  übrigens  schon  im  zweiten
Berichte  nachgewiesen  wurden,  und  ein  Ausflug  in  den  Markt
Tüffer,  wo  ich  aber  nur  beim  Gemeindevorstand  anzufragen
Zeit  hatte.  Nach  Lichtenwald,  Montpreis,  Drachenburg
und  Rann  ging  ich  nicht,  weil  laut  brieflicher  Nachrichten
die  dortigen  Gemeindeämter  keine  älteren  Schriften  besitzen;
vergebens  waren  auch  meine  Nachforschungen  im  Markt-  und
Schlossarchiv  zu  Rohitsch,  obgleich  mir  von  anscheinend
sehr  verlässlicher  Seite  brieflich  versichert  worden  war,  dass
in  der  Gemeindekanzlei  mehrere  alte  Markt-Ordnungen  (sollte
heissen  Privilegien)  vorhanden  wären.
Vor  und  nach  dieser  Bereisung  des  südlichen  Landestheiles
  habe  ich  nach  Thunlichkeit  auch  die  bei  der  steiermärkischen ­
  k.  k.  Statthalterei  verwahrten  Archivalien
durchforscht,  Namentlich  die  sogenannten  Miscellanea  und  die
            
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