Mittheilungen aus altdeutschen Haudschriften.
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NACHTRÄGE.
Zu S. 1 ff.
Herr Dr. Richard Maria Werner hat mir freundlichst
seine Abschrift zweier mir unbekannten Gedichte des Andi’eas
Kurzmann zum Gebrauche überlassen. Sie befinden sich in
derselben Salzburger Handschrift, welche auch Amicus und
Amelius enthält. Dr. Werner beschreibt den Codex folgendermassen:
,283 Blätter, 4°, Papier, 15. Jahrhundert. Anfangs
Bilder. l b Christus der dem Teufel obsiegt, 2 a das geöffnete
Fegefeuer mit vielen nackten Männern, darunter Adam, Abraham,
David, 2 b Moses und Belial, 3 a Salomon, 3 b Engel stossen
den Teufel in den Rachen der Hölle. 4 a —205 a eine Uebersetzung
des Buches, ,das petracht ob Jliesus, Marie sun, des
recht hob gehabt das er die hell und die teufel hat peraubt und
davon sezt ain längs kriegisch recht,‘ geschrieben von Johannes
Stainberger. 205 b , 206 a + b leer. 207 a — 225 b Sanct Alban.
226 a —249 b Amicus und Amelius. 250—252 a De quodam moriente.
252 b leer. 253 a —260 ,hie hebt sich an der streytt so
kunig Fridreich von Österreich und der kunig Ludweig von Payren
unter einander tettn, vonn erst als sy bald erwelt ivurden von
czivitrechtt wegen der kurfursten und gescliach nach christi geburd
M°CCCXVI1I jare. — Scriptum 1443 Johannes Staynberger.
260 b Bild eines nackten Mannes mit Bezeichnung der Adern.
261 a —264 b Beschreibung, wann die verschiedenen Adern zu
schlagen sind, von einer andern Hand. 265 a —266 a unbeschrieben.
266 b ,Daz ist der pawm der sippzal oder gradus, den hat