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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Scho  nbach.

Amelius  secreta  sua  non  timuit  fideliter  ei  pandere. 1  dum
ergo  die  quadam  ante  regem  staret  Amelius,  ut  ei 2  aquam 3
preberet  ad  prandium, 4  ait  Ardericus  ,noli,  rex,  aquam  recipere
 5  de  manu  scelerati  qui  magis  dignus  est  morte  quam
honore,  qui 0  florem  virginitatis  abstulit  filie  tue*,  ad  hoc 7
Amelius  tremens  cecidit  et  stupidus  nihil 8  respondit.  rex  autem
benignus  eurn  levavit  et  ait:  ,ne  timeas,  Ameli!  surge  et  ab
hac  infamia  viriliter  te  defende'.  qui  surgens  ait:  ,  noli,  rex
justissime,  verbis  mendacibus  Arderici  delatoris  credere,  sed
spacium  eonsilii  mihi  concede,  ut  coram  te  de  hac  infamia
duellum  cum  eo  faciam  et  eum  de  mendacio  astante  curia
universa 8  convincam'.  quod  cum  annuisset  rex,  Amelii  causam
Hildegardis  regina  tuendam  suscepit.  Iü  qui  dum  consilium
quereret,  11  Amicum  sociiun  suum  thesaurarium  regis  12  ad  13
curiam  redeuntem  invenit.  cui  prostratus  ad  pedes  suos !1  ait:
,o  Amice, 15  salutis  mee  spes,  heu,  consilium  tuum  et 16  fidem
male  servavi,  quia  crimen  de  hlia  regis  incurri  et 17  eam  violavi
et  coram  f'also  Arderico  delatore  meo  ego  ista  dixi  et  duellum

fügt  K  noch  hinzu:  ,mein  rat  der  sol  dir  nicht  versmachen,  wenn  ich  dem
kunig  pin  gar  nachen;  der  selbig  einzigleichen  tuet  wes  ich  an  in  peger
und  muet‘.
1  K.  417  ff.:  reclit  in  der  treu  ward  er  im  sagen  als  wie  er  hiet  leicht
vor  drein  tagen  des  fuersten  tachter  ser  geswachet  und  mit  dem  ding
zu  ir  gemachet  das  do  die  uncheusch  ist  genant.  Der  Ardecius  hart  das
gern,  wenn  im  was  wol  mit  chlainen  ern.  doch  tet  er  Hindert  den  geleichen, ­
  das  der  schench  von  im  solt  nicht  weichen  und  sich  pesargen
umb  die  tat  von  der  man  vor  gelesen  hat.
2  ei  fehlt  V.  3  a.  illi  manibus  V.  K.  434:  zu  den  henden.
4  a.  p.  fehlt  V.  5  accipere  V.
6  quia  V.  7  hec  V.  8  non  V.  9  universa  fehlt  V.
10  Dafür  bringt  K.  das  Motiv  bei  471  ff.:  die  chunigin  frau  Hildegart  gar
fra  in  ierem  herzen  ward,  si  nam  sich  umb  den  schenchen  an  und  tet
das  auch  in  guetem  wan,  das  nicht  ir  tachter  ward  verhandelt  und
smechleich  vor  dem  volk  gewandelt.
11  ln  Cgm.  heisst  es:  vnd  zehand  hüb  er  sich  auf  und  rait  zu  Amico  und
viel  im  ze  füssen  vnd  sprach  zu  im  u.  s.  w.
12  socium  s.  th.  r.  fehlt  V.  13  ad  regis  c.  V.  1 4  suos  fehlt  V.
15  o  unica  V.  16  cons.  t.  et  fehlt  V.
17  eain  violavi  —  statui  fehlt  F.,  dagegen  hat  er  noch:  ante  conspectum
ejus  cum  falso  Aderico  d.  st.  In  Cgm.  bleibt  natürlich  hier  der  Umstand,
dass  Amelius  dem  Ardericus  seinen  Frevel  erzählt  hat,  unerwähnt.
            
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