Mitteilungen aus altdeutschen Handschriften.
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ex milite quodam Bericano. qui 1 in civitate quadam nomine
Luka invicem se invenerunt et societate inter se firmata Romain
ingressi sunt, eratque inter parvulos istos 2 tanta societas et
voluntatis :! idemptitas, ut unus sine alio nollet cibum sumere
nec in altero cubiculo requiescere. oblati sunt autem domino
pape Deusdedit nomine, qui eosdem pueros baptizavit 4 filioque 5
comitis imposuit nomen Amelius et filio militis Amicus. multique
Romanorum militum eos cum gaudio de sancto fonte 6
susceperunt. post hoc ipse dominus papä duos cyphos ligneos 7
pari amplitudine compositos, auro et gemmis pretiosis ornatos,
eis tradidit s dicens: ,accipite (200 a ) hoc donum, quod vobis
in eternum sit in testimonium, quia ego vos in basilica sancti
salvatoris baptizavi'. 9 quibus gratuito acceptis ad propria sunt
reversi. adultum vero Bericanum puerum, 10 scilicet Amicum
militem, 11 quasi alterum Salomonem Deus magna sapientia
decoravit. qui cum esset annorum triginta, pater ejus, senex
languore correptus, vir nobilis et sanctus, premonuit eum,
Christi militiam exercere, fidem dominis servare, sociis et
1 cum a parentibus baptizmi causa Romam deferrentur — V. Darnach hat
Cgm.: vnd da ir veter die kind wollten tauften und wären d auff dem
weg gen Rom, da geschachs. — Dagegen fehlt diese Stelle in K., wo es
30 ff. heisst: hört, noch wil ich euch sagen mer. deu chinder chamen in
ain stat, Lucana si den namen hat, si wurden sich da schon verainen
und lieblich an einander mainen.
2 i. fehlt V. 3 s. voluntas i. G.
4 Oblati igitur sancto pape Deusdedit alias Deodato ab eodem sunt baptizati
— V. Darnach Cgm.: und körnend da mit einander gen Rom zu dem
babst, der hieß Deodato. derselb baubst der taufft die kind und gab
in namen.
5 qui filio V. 0 de fonte sacro F.
7 Dass die Becher von Holz waren, verschweigt K. und sagt nur: die waren
schan mit gold peslagn. Cgm. hat: ainen liülzin köpf. 8 dedit V.
9 K. 59 ff.: der pabst ward in die choph da gebn und sprach zu in: ,nu
merket ebn, deu gab ain wares nrkund geit, das ir von mir getaufet seit
daz Ram, in der vil werden stat, die aller weit zu pieten hat“. Cgmj.-vnd
sprach zu den kynden, das sy das sölten nemen zft ainer gediichtniiß
und zu ainer zeügkniiß daz sy der baubst getaufft hett. Hier erst kommt
in Cgm., was früher fortgelassen war: vnd doch die weil die kind bey
ainander waren, do lebten sy gar schon mit einander, vnd was ains
wolt, dasselb wolt och daz ander; wan ainß wolt essen, so wolt daz
ander auch essen.
10 p. factum sc. V. 11 militem fehlt V.
Sitzungsber. d. phil.-liist. CI. LXXXVI1I. Bd. III. Hft.
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