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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Schonbach.

und  selin  in  dan  mit  äugen  an.
also  sprach  Andre  Churzer  man.
Ich  bringe  nun  eine  kleine  Anzahl  von  Stellen  bei,  die
theils  die  Gesinnung  des  Dichters  beleuchten,  theils  für  seine
Fähigkeit  zu  schildern,  auch  für  seine  kleine  satirische  Ader
bescheidenes  Zeugniss  geben.  Es  sind  ihrer  nicht  mehr,  weil
die  Durchmusterung  des  Wortschatzes  noch  Gelegenheit  gibt,
Einiges  kennen  zu  lernen.
Oefters  polemisiert  Kurzmann  gegen  die  Frauen:
ja,  wo  ist  nu  ain  weiser  man,
der  sech  gar  fleissikleichen  an,
das  er  auch  nicht  gestochen  wert
mit  ainem  zivispitzigen  swert:
das  ist  ain  ungetreues  weih,
die  oft  verderebet  sei  und  leib
dem  der  ir  wol  gefallen  wil
mit  seinem  süessen  saitenspil.  194 b .
Dagegen  ist  er  mild  gegen  die  Schwangeren  und  bekennt
sich  damit  zu  der  volksthümlichen  Anschauung,  welche  auch
in  den  Weisthümern  Ausdruck  findet:
noch  mues  ich  zwar  ain  anders  sagn:
es  schol  ain  man  stet  ubertragn
und  gerleich  in  der  swangern  zeit;
so  wenn  ir  angst  und  not  an  leit
und  si  sich  nicht  berüeren  chan,
so  schol  ir  dienen  schon  der  man
und  raichen  wes  si  dürftig  ist.  199 a .
Ja  er  hat  sogar  Mitleid  mit  einer  verstossenen  Concubine:
als  jezund  nu  geioöndleich  ist,
das  oft  ain  man  zu  aller  frist
sein  slafweib  wierft  in  ainen  grabn,
als  er  nu  wil  ain  andren  habn.  221 a .
Er  wünscht  die  Frauen  züchtig  und  sagt  von  Maria:
darzue  ir  leben  ist  gar  rain,
wenn  si  was  aller  zeit  allain.
si  ist  nicht  in  den  tanz  gegangen
und  hat  sich  nient  nicht  uberfangen

»
            
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