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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Pfizm  aier.

Teu-kien-te  hörte  dieses  und  sprach:  Der  Fürst  von
Tung-hai 1  hat  noch  nicht  gesiegt  und  wird  in  Hast  hochmüthig.
Das  grosse  Unglück  naht  in  nicht  vielen  Tagen.  Wenn  die
Streitmacht  von  Sui  siegt,  jagt  sie  gewiss  immerfort  und  kommt
heran.  Ich  kann  sie  nicht  allein  festhalten.  —  Er  liess  jetzt
seine  Menge  zurück,  damit  sie  das  Lager  bewache.  Er  selbst
stellte  sich  an  die  Spitze  ausgezeichneter  Kriegsmänner,  besetzte ­
  eine  steile  Anhöhe  und  wartete.
Fünf  Tage  später  schlug  Yang-I-tschin  das  Haupt  Kaosse-thä’s
  in  den  Schlachtreihen  ab,  verfolgte  nordwärts  und
bedrängte  die  Lagerwälle.  Die  Vertheidiger  zerstreuten  sich.
Teu-kien-te,  nicht  im  Stande,  ferner  zu  lagern,  entfloh  mit
hundert  Reitern  nach  ^  |j||r  Jao-yang.  In  Jao-yang  waren
keine  Vorkehrungen  getroffen.  Desswegen  nahm  er  es.
Yang-I-tschin,  weil  er  Kao-sse-thä  getödtet  hatte,  glaubte,
dass  er  um  dessen  übriggebliebene  Genossen  sich  keine  Sorge
zu  machen  brauche  und  trat  den  Rückzug  an.  Teu-kien-te
konnte  desswegen  nach  Ping-yuen  zurückkehren.  Er  sammelte
die  Ueberreste  der  gefallenen  Kriegsmänner  Kao-sse-thä’s  und
begrub  sie.  Er  beging  um  Kao-sse-thä  die  Trauer,  und  das
ganze  Kriegsheer  trug  weisse  Kleider.  Indem  er  die  zerstreuten
Krieger  herbeirief,  erlangte  er  deren  mehrere  tausend,  und
das  Kriegsheer  war  wieder  furchtbar.  Er  gab  sich  den  Namen
eines  Heerführers.
Wenn  andere  Räuber  früher  Obrigkeiten,  Kriegsmänner
und  Menschen  von  Sui  in  ihre  Gewalt  bekamen,  tödteten  sie
diese  gewiss.  Bloss  Teu-kien-te  begegnete  ihnen  sehr  gütig
und  verschaffte  ihnen  ein  Geleite.  Sung-tsching-pen,
der  ehemalige  Aelteste  von  Jao-yang,  war  sein  Gast.  Er  ehrte
diesen  und  verwendete  ihn,  indem  er  mit  ihm  in  dem  Kriegsrathe
  Entscheidungen  traf.  Die  Angestellten  der  Landschaften
und  Kreise  der  Sui  wendeten  sich  ihm  häufig  mit  ihren  Gebieten ­
  zu.  Seine  Gewalt  dehnte  sich  weiter  aus,  und  seine
Bewaffneten  waren  zuletzt  zehnmal  zehntausend  an  der  Zahl.
3E  $C  Wang-siü-pö,  ein  Räuber  von  Sch  an  gkö,
  nannte  sich  König  von  ^  Man-thien.  Derselbe  durch-1

  Fürst  von  Tung-hai  ist,  wie  oben  zu  ersehen,  der  Name,  den  sich  Kaosse-thä
  beigelegt  hatte.
            
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