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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Zur  Geschichte  der  Aufstände  gegen  das  Haus  Sui.

und  bat  Kao-sse-thä,  die  Lastwagen  zu  bewachen.  Er  selbst
zog  mit  siebentausend  auserlesenen  Streitern  Kö-hiüen  entgegen
und  gab  vor,  dass  er  sieh  geflüchtet  habe.  Kao-sse-thä  nahm
einige  in  seiner  Gewalt  befindliche  Gefangene,  sagte  fälschlich,
dass  sie  die  Gattin  und  die  Kinder  Teu-kien-te’s  seien,  und
tödtete  sie.  Teu-kien-te  schickte  an  Kö-hiuen  ein  Schreiben,
in  welchem  er  seine  Unterwerfung  versprach  und  bat,  voransprengen ­
  und  die  Ergreifung  der  Räuber  selbst  bewerkstelligen
zu  dürfen.  Kö-hiuen  glaubte  ihm.  Er  führte  die  Streitmacht
und  folgte  Teu-kien-te.  Als  man  zu  der  Gränze  von  ä  sr
Tschang-ho  gelangte,  wollte  er  mit  ihm  den  Vertrag  beschwören.
Die  Krieger  waren  sorglos  und  stellten  keine  Vorposten  aus.
Teu-kien-te  drang  gegen  ihn  ein,  tödtete  mehrere  tausend
Menschen  des  feindlichen  Heeres  und  erbeutete  tausend  Pferde.
Kö-hiuen  entfernte  sich  mit  mehreren  Zehenden  von  Reitern.
Teu-kien-te  setzte  ihm  nach,  enthauptete  ihn  in  Ping-yuen  und
gab  das  Haupt  Kao-sse-thä  zum  Geschenke.  Die  Macht  Teukien-te’s
  brachte  Schan-tung  zum  Zittern.
Sui  entsandte  den  grossen,  Hausdiener  und  Reichsminister
Yang-I-tschin  mit  dem  Aufträge,  Strafe  zu  verhängen. ­
  Derselbe  zertrümmerte  die  Macht  Tsch’ang-kin-tsching’s
in  Thsing-ho.  Die  übriggebliebenen  Genossen  Tsch’ang-kintsching’s
  fürchteten  die  Hinrichtung.  Sie  lagerten  wieder  in
Siao  und  wandten  sich  zu  Teu-kien-te.  Yang-I-tschin,  seinen
Sieg  benützend,  wollte  sofort  in  den  Ankerplatz  von  Kao-khi
dringen  und  die  Wurzel  in  ihrer  Höhle  bedrängen  und  abschneiden. ­

Teu-kien-te  sprach  zu  Kao-sse-thä:  Ein  guter  Anführer
der  Sui  ist  einzig  Yang-I-tschin.  Er  hat  jetzt  erst  die  Macht
Tsch’ang-kin-tsching’s  zertrümmert.  Mit  den  Spitzen  seiner
Schwerter  kann  man  sich  nicht  messen.  Man  soll  die  Streitkräfte ­
  zurückziehen  und  ihm  aus  weichen.  Wenn  Jene  kämpfen
wollen  und  es  nicht  können,  wird  ihr  Kriegsheer  morsch,  die
Lebensmitteln  mangeln.  Wir  machen  uns  dieses  zu  Nutzen
und  können  dann  Verdienste  erwerben.  —  Kao-sse-thä  nahm
den  Rath  nicht  an.  Er  Hess  Teu-kien-te  zurück  und  hiess  ihn
das  Lager  bewachen.  Er  selbst  zog  mit  der  Streitmacht  in
den  Kampf,  wobei  er  Wein  aufstellte  und  die  Kriegsmänner
bewirthete.
            
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