Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

768

Pfizmai  er.

Umwenden  die  Landschaften  und  gelangte  bis  (B  +  ff)
(B  +  6)  Hiii-I.  Wangrschi-tschung  stellte  sich  ihm  entgegen, ­
  besetzte  den  Berg  von  ^  Tu-liang  und  errichtete
fünf  Lagerwälle,  ohne  zu  kämpfen.  Er  magerte  seine  Streiter
aus,  um  ihre  Schwäche  zu  zeigen.  Meng-jang  lachte  und  sagte:
Wang-schi-tschung  ist  ein  Angestellter  der  Schriftkunst.  Wie
sollte  er  die  Waffen  kennen?  Ich  binde  ihn  jetzt  lebendig,
rühre  die  Trommel  und  ziehe  hinab  nach  Kiang-tu.
Um  die  Zeit  war  alles  Volk  in  die  Festen  getreten,  und
es  gab  im  freien  Felde  nichts  zu  plündern.  Die  Heeresmacht
Meng-jang’s  litt  Hunger  und  erduldete  auch  Mühsal.  Da  die
fünf  Lagerwälle  den  Weg  verschlossen,  konnte  man  nicht  nach
Süden  dringen.  Meng-jang  theilte  seine  Streitkräfte  und  umzingelte ­
  die  Lagerwälle.  Wang-schi-tschung  kämpfte  mehrmals,
stellte  sich,  als  ob  er  nichts  ausrichtete  und  floh  in  die  Lagerwälle. ­
  Meng-jang  wurde  immer  stolzer.  Nach  einigen  Tagen
theilte  er  in  ziemlichem  Maasse  die  ihm  untergeordnete  Menge
und  liess  kaum  so  viele  Streitkräfte  zurück  als  zur  Umzingelung ­
  der  Lagerwälle  genügte.  Sobald  Wang-schi-tschung  erkannte, ­
  dass  die  Räuber  sorglos  seien,  vernichtete  er  die  Feuerherde, ­
  brach  die  Zelte  ab,  bildete  viereckige  Schlachtreihen
und  zerstörte,  nach  aussen  gekehrt,  die  Ringmauern.  Mit
Tagesanbruch  rückte  er  aus,  griff  die  Räuber  rasch  an  und
zersprengte  sie  vollständig.  Meng-jang  entfernte  sich  mit  einigen
Zehenden  von  Reitern.  Man  schlug  zehntausend  Köpfe  ab  und
machte  über  zehnmal  zehntausend  Gefangene.
Weil  Wang-schi-tschung  die  Entwürfe  eines  Anführers
hatte,  überliess  es  ihm  Kaiser  Yang  wieder,  sämmtliche  Räuber
gefangen  zu  nehmen.  Ueberall,  wohin  Wang-schi-tschung  sich
wandte,  wurde  sofort  die  Ruhe  hergestellt.  Als  die  Türken  den
Kaiser  in  m  n  Yen-men  umzingelten,  liess  Wang-schi-tschung
sämmtliche  Streitkräfte  von  Kiang-tu  ausriieken  und  eilte  bei
der  Gefahr  des  Kaisers  zu  Hilfe.  Er  machte  es  fälschlich  zu
einer  erfreulichen  Sache,  damit  darüber  nichts  verlaute.  In
dem  Heere  hatte  er  verwirrtes  Haupthaar  und  ein  beschmutztes
Angesicht.  Tag  und  Nacht  schmerzvoll  weinend,  legte  er  den
Panzer  nicht  ab.  Wenn  er  sich  nicderlogto,  musste  Stroh  sein
Teppich  sein.  Der  Kaiser  hielt  ihn  für  redlich  und  schenkte  ihm
immer  grösseres  Vertrauen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.