Die Idee des deutschen Erbreiclis und die ersten Habsburger.
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nicht geführt zu haben. Der bereits vor Heinrichs Sendung
von Rudolf für Toscana ernannte Reichsvikar Percevall Lavagna
von Genua amtirt daselbst, freilich mit geringem Erfolg, weiter. 1
Bei Honorius IV. hatte der Bischof von Basel den besten
Erfolg. Unter seinen mannigfaltigen Aufträgen hatte Heinrich
auch den, in Sachen der zwiespältigen Mainzer Erzbischofswahl
sich für den einen der zwei Gewählten, den Dompropst Peter,
zu verwenden. Damit ging es nun wieder so wie einst in dem
analogen Fall, als Heinrich bei Gregor X. in Sachen der damals
schwebenden Basler Wahl zu wirken gehabt hatte — Honorius IV.
ernannte keinen der beiden zwiespältig Gewählten, sondern den
Fürsprecher des einen selbst zum Erzbischof. Schwerlich ist
der darum gegen Heinrich erhobene Vorwurf, dass er, während
er officiell für den ihm vom König gewordenen Auftrag thätig
gewesen, heimlich für seine eigene Erhebung gearbeitet habe,
unbegründet, 2 nur dürfte Heinrich dabei ausser der Befriedigung
seines Ehrgeizes noch andere Zwecke im Auge gehabt haben.
Weiter erhielt Heinrich für seinen Herrn einen Tag für die
Kaiserkrönung angesetzt. Das nächste Lichtmessfest wurde
dazu bestimmt, zugleich Rudolf es anheimgestellt, dass er selbst,
falls er diesen Termin einzuhalten verhindert wäre, einen
andern Tag bestimmen und rechtzeitig anzeigen möge. 3 Gleichzeitig
erklärte der Papst, dass er, um den dringenden Wunsch
des römischen Königs zu erfüllen, einen apostolischen Legaten
nach Deutschland senden werde. 4 Die Sendung eines Legaten
hatte Rudolf schon während seiner Verhandlungen mit Nicolaus
III. gewünscht, 6 und auch jetzt hatte er, wie Honorius
ausdrücklich hervorhebt, sich denselben erbeten, um ihn als
Beirath in Sachen des Römerzuges zur Seite zu haben. Am
61. Mai 1286 erhielt der Cardinalbischof Johann von Tusculum
die Legation für Deutschland. 0 Er war der einzige von
1 Seit dem Erscheinen von Kopp Reichsgeschichte II, 3 sind eine Reihe
weiterer Urkunden Percevalls von Ficker Forschungen IV, 485
Nr. 482 ff. bekannt gemacht.
2 Kopp Reichsgeschichte I, 757 n. 2, s. überhaupt dessen Darstellung I, 756 ff.
3 Kopp a. a. O. II, 3 S. 271, 272.
4 Kopp a. a. O. II, 3 S. 272.
5 S. oben S. 675.
6 Kopp a. a. O. II, 3 S. 273 n. 3.