Die Idee des deutschen Erbreichs und die ersten Habsburger.
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sie Ptolomäus von Lucea Nicolaus III. zuschreibt, dieser Zeit
doch nicht vollständig fremd waren. Und am Ende lag' doch
eine ähnliche Neugestaltung der Verhältnisse, zunächst in
Italien, zu nahe, und zu sehr im Interesse der papst-königlichen
Politik, als das die gewiegte Staatskunst der Curie nicht
hätte auf solche Auswege verfallen sollen. Die Zeiten, wo
man an dom Kaiserthum eine Stütze und einen Rückhalt für
die eigene Unabhängigkeit gesucht hatte, waren längst dahin.
Die Entwickelung des Kaiserthums unter den letzten Herrschern
des staufischen Hauses, die Erwerbung Siciliens und
ihre Folgen hatten das schlimmste Schreckbild für die Curie,
die Einheit Italiens, bei einem Haar zur Wirklichkeit gemacht.
Die weitere Entwickelung der Verhältnisse bewegte sich, Dank
der von Karl von Anjou in Reichsitalien gewonnenen Macht,
in denselben bedrohlichen Bahnen. Dem ersten scharfblickenden
Politiker, der den päpstlichen Stuhl bestieg, musste sich der
Wunsch nach gründlicher Beseitigung solcher Gefahren aufdrängen.
Die Begründung einer Anzahl sich gegenseitig balancirender
Staaten, wie sie Ptolomäus von Lucea als von Nicolaus
III, beabsichtigt behauptet, war dazu ein sehr geeignetes
Mittel — noch die neueste Zeit sah dieselbe Idee ja als Gegenzug
gegen die sich anbahnende Einheit Italiens ausspielen.
Sehen wir, welche Belege sich im Einzelnen für die Zuverlässigkeit
der Nachricht des Ptolomäus auffinden lassen.
Genau, in allem Detail, durch eine Fülle urkundlichen
Materials sind wir unterrichtet über die Art und Weise, wie
Nicolaus III. die unter seinem Vorgänger unerledigt gebliebenen
Fragen der Lösung zugeführt hat, nämlich die einmal
angeregte Frage nach dem Besitz der Romagna, und die Herstellung
eines definitiv geregelten, dauerhaften Verhältnisses
zwischen dem römischen König Rudolf, und dem König Karl
von Sicilien. Die Action zur Regelung dieser Punkte begann und
vollendete Papst Nicolaus mit unübertrefflicher Meisterschaft.
Mit König Rudolf war der Papst bald im Reinen. Schon
am 12. December 1277 — Nicolaus war noch nicht einmal
geweiht — eröffnete er durch einen Gesandten die Verhandoder
doch anderen Fürsten sei, als (lenen des Imperators 1 — s. Reiehsgescliichte
II, 3 S. 166 n. 2.