Zur Kaiöerwahl 1619.
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Bayern und den Herzog von Savoya vorzuschlagen, würden
aber doch endlich bei Bayern bleiben. Zu König Ferdinando
könnten sich nicht verstehen, weil er 1. jederzeit persecutor
religionis gewesen, 2. auch ganz ohne Land und Leuten sich
befinde; so hetten die Böhmen und Schlesier Sr. Churf. Gr.
zugeschrieben, daß sie König Ferdinandum keineswegs zum
Könige haben wollten, über dies were Ihr auch aviso zukommen,
daß Betlehem Gabor albereit in 40.000 Mann beisammen und
entschlossen were, Ungarn und alle des Königes Lande zu
überziehen, zu verwüsten und dadurch Ihre König!. W. genzlich
ruiniren, das würde nicht allein, wann es also erfolgen sollte,
dem heiligen Reich schimpflich, sondern auch sofern nachtheilig
sein, daß sie hernach ihr Haupt von dergleichen Ungelegenheit
würden retten und vindiciren müßen; bete also
schließlich im Namen seines Herrn, unser gn. Herr wolle
Sr. Churf. G. dero Gedanken ratioue subjecti unbeschwert
eröffnen.
Auf dieses haben S. Churf. G. sich des Zuentbietens
bedanket, die gewöhnliche curialia mit angehänget, und weil
das Anbringen wichtig, dasselbe in Deliberation zu ziehen,
gegen dem Gesandten auch sich darauf hinwieder zu resolviren
erboten. Als nun das alles also fürgangen hat unser gn. Herr
nachdem der Gesandte von S. Churf. G. seinen Abschied genommen
und sich wieder in sein Gemach verfüget, durch den
Herrn Hofmarschalchen seines gethanen Anbringens ein schriftliches
Memorial begehren laßen und ob er sich zwar anfänglich
darzu erboten so hat er doch bald darauf angedeutet, daß er
mit Sr. Churf. G. hiervon noch selbst mündlich reden müße
und das umb so viel mehr, weil er noch etwas vergessen,
das derselben bei der Audienz er untertlienigst bette berichten
sollen.
Darauf haben S. Churf. G. Nachmittags umb 4 Uhr ihn
anderweit erfordern laßen, da er sich dann von Uebergebung des
Memorials mit deine entschuldiget, daß er darauf nicht befehliclit,
sein Anbringen auch uf solche Punkt gerichtet, die billich in
höchster Geheimb zu halten und für die Churfürsten in der
Person gehörig weren; ferners aber hat er nichts anbracht.
Unser gnedigster Herr hat ihme hiergegen vermeldet, daß
S. Churf. G. die eingewendete Entschuldigung wegen Ausant-