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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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T  a  d  r  a.

dreien  Herren  Ständen  des  Königreichs  Böheim  angegebenen
verordneten  und  gevollmeohtigten  Directoren  und  Lands-Räthen
ufm  Prager  Schloß,  vom  23./13.  nechstverwichenen  Monats
Juli  zu  recht  eingehändiget  worden,  daraus  wir  mit  hoher
Befrembdung  vernommen,  aus  was  eingeführten  rationibus  und
praejudiciis  sie  sich  ob  uns  beschweren,  daß  uf  tödtliches  Ableiben ­
  weiland  deren  in  Gott  ruhenden  Kaiserl.  Majtt.  wir  den
Durehleüchtigen,  hochgebornen  Fürsten,  Herrn  Ferdinanden,
Königen  zu  Ungarn  und  Böheim,  Erzherzogen  zu  Oesterreich,
unsern  besondern  lieben  Herrn  Freund  und  Herrn  Sohn,  in
dero  österreichischen  Stadt  Wien  zu  Erwählung  eines  Röm.
Königs  anliero  beschrieben,  und  erfordert,  auch  was  gestalt
sie  Sr.  Kön.  Wrd.  die  jura  eleetoralia  und  folglich  die  Cron
Selbsten  zu  disputiren  unterstehen  und  zu  Ende  begehren,  die
Verfügung  zu  thun,  damit  der  ausgeschriebene  Wahltag  suspendiret,
  das  Churf.  Collegium  durch  Richtigmachung  der  böhmischen ­
  Session  und  Churstimm  ersetzet  und  zu  deßen  Beförderung ­
  die  Stände  in  Böhmen  vor  ausländischer  Servitut
gesichert,  und  bei  ihren  Privilegien  und  Freiheiten  sainpt
erlangten  Religion-Frieden  gelaßen,  oder  da  solche  Suspension
nicht  zu  erhalten,  ermeldete  Stände  zu  dem  vorstehenden
Wahltag  beschrieben  und  erfordert  werden  mögen.
Daß  wir  nun  nach  Inhalt  der  güldenen  Bull  und  dem
bekannten  Herkommen  gemäß  in  Kraft  unsers  tragenden  Erz-Cancellariat-Ampts
  den  vor  wenig  Jahren  mit  aller  Ständen  in
Böhmen  Wissen  und  Willen  angenommenen,  publicirten  und
mit  allen  behörigen  Solennitäten  öffentlich  gekröneten  König  in
Böhmen,  deme  man  gehuldiget  und  geschworen  und  welcher
zuvor  durch  allerhöchstgedachte  Kais.  Majt.  hochlöblichsten  Andenkens ­
  mit  dem  Königreich,  dem  Churfürstenthum  und  darzu
behörigen  Wahlrecht  der  Gebühr  belehnet  und  investiret  worden,
als  unsern  ungezweifleten  und  durch  vorgangene  verschiedene
gratulationes  nit  allein  von  den  vornehmsten  Ständen  im  Reich
sondern  auch  fast  allen  benaclitbarten  Potentaten  erkannten
Mit-Churfürsten,  und  nicht  andere,  so  in  der  güldenen  Bull
weder  gemeldet  noch  gemeinet  sind,  zu  diesen  instehenden
Wahltag  an  Orten  und  Enden,  da  derselbe  anzutreffen,  beschrieben ­
  und  erfordert,  das  getrauen  wir  gegen  Gott,  auch
an  Orten  und  Enden,  da  diese  Sachen  hingehören,  mit
            
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