Zur Kaiserwahl 1619.
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harren, die Wahl vor dem 10. dieses st. vet. zu Werk zu
stellen endlichen entschlossen, itzbenannter Tag auch nunmehr
unsaumblich herbeirucket, als gelanget an Eu. Churf. G. unser
ganz uuterthenigst und gehorsambst Bitten, Eu. Churf. G.
wollen über unseren vielfältigen relationibus und Erinnerungen,
so gewißlich aus wohlmeinenden, treuen, unterthenigsten Herzen
und Schuldigkeit geschehen, kein ungnediges Mißfallen tragen,
sondern entweder von dero Ankunft in Gnaden uns etwas andeuten,
oder sonsten wie wir uns der Wahl, bevorstehenden
Capitulation und künftigen Compositionswerks halben und was
deme allenthalben anhengig endlichen einlaßen sollen, gnugsame
Resolution in Gnaden wiederfahren laßen, damit, weil die
Zeit ganz kurz, Eu. Churf. G. wir wegen Manglung gnugsamen
Bescheids in diesen hochlöblichen Collegio (welches Gott gnedig
verhüten wolle) keine Ungelegenheit oder Nachrede wider unsern
Willen zuziehen mögen.
Solches haben Eu. Churf. G. unumbgänglicher Notturft,
jetzigen Zustande und unsern Pflichten nach wir unterthenigst
berichten sollen und Eu. Churf. G. unterthenigste treue Dienste
zu leisten erkennen wir uns nach eußerstem Vermögen pflichtschuldig.
Datum Frankfurt den 2. Augusti A. 1619.
Eu. Churf. G.
unterthenigste
Wolf von Mansfeld m. p.
Esaias von Brandenstein m. p.
Wolf von Lüttichau m. p.
Gabriel Tüntzel m. p.
XXII.
Schreiben des Kurfürsten von Mainz an die böhmischen
Gesandten.
(Copie dd. 9. August 1619. Fol. 417.)
Beilage B zu dem Bericht der kurs. Ges., dd. 2./12. Aug. 1619.
Johann Schweickard.
Liebe besondere, uns ist kurzverwichener Tagen ein
Schreiben unterm Nahmen und Subscription N. N. N. von den