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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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T  a  d  r  a.

eines  Haubts  sich  nicht  vergleichen,  soll  ihnen  bis  solches
geschieht  ihre  gewöhnliche  Kost  abgebrochen  und  an  deren
Statt  Wasser  und  Brod  gegeben  werden  (aur.  bullae  art.  1.
und  2.)  itzo  aber  wird  es  dieser  dritten  Zeit  also  gehalten,
daß  die  Herrn  Churfürsten,  wenn  sie  zu  Frankfurt  Zusammenkommen, ­
  sich  des  Tags  zur  Wahl  vergleichen,  denselben
benennen  und  unterdeß  de  capitulatione  caesari  futuro  exhibenda
  tractiren.  Wann  dann  aus  der  Abgesandten  zu  Frankfurt ­
  Relation  zu  vernehmen,  daß  der  Eid  zur  Wahl  von  den'
anwesenden  Churfürsten  und  der  abgesandten  Botschaften  noch
nicht  abgelegt,  die  Bestimmung  des  Tages  zur  Wahl  auch
(wie  man  sich  dessen  gleichwohl  itzo  angemaßet)  ohne  dies
nicht  vor  die  geistlichen  Churfürsten  alleine  sondern  das  sämbtliche
  Churfürstliche  Collegium  gehörig,  als  ist  geschlossen,  daß
den  Gesandten  billig  zu  befehlen,  solches  gebührlich  zu  ahnden
und  daß  es  inskünftige  zu  keiner  Einführung  gereichen  möge,
zu  bedingen.

XX.
Der  Kurfürst  von  Sachsen  an  seine  Abgesandten  zu
Frankfurt.
(Concept  dcl.  2./12.  August  1619.  Fol.  376.)
Johanns  Georg  etc.
Unsern  Gruß  zuvor.  Wolgeborner,  Veste  und  hochgelarter
Räthe  und  liebe  Getreuen!
Aus  beigefügter  unserer  Antwort  werdet  ihr  mit  mehrerm
vernehmen,  welcher  Gestalt  wir  uns  uf  eure  vom  22.  und  24.
abgewichenes  Monats  Juli  eingeschickte  unterthänigste  Relationes
  gnedigst  resolviren,  laßen  es  auch  darbei  allenthalben
bewenden  und  bleiben.  Dieweil  wir  aber  bei  uns  leicht  ermessen
können,  daß  man  nunmehr  zu  dem  Wahlwerk  schreiten  und
in  demselben  einen  Schluß  machen  werde,  darzu  wir  von  dem
Allmächtigen  Glück  und  Segen  getreulich  wünschen,  auch  daher
die  Notturft  befinden,  daß  wir  uns  kegen  euch  des  Subjecti
halben,  welches  bei  dieser  bevorstehenden  Deliberation  das
fürnembste  und  wichtigste  ist,  erklären,  so  wollten  wir  zwar
nichts  liebers  denn  daß  wir  uns  hierinnen  eines  gewissen  ent-
            
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