Zur Kaiserwahl 1619.
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Ferdinandum zum Könige nicht haben wollen; auch wird seine
jetzige Erforderung zur Wahl und alles andere, was er ihme
zu Frankfurt bei diesem Werk zu verrichten als ein König in
Böheimb fürnehmen möchte, solenniter alhereit protestiret und
noch protestiren. Und oh man wol sagen möchte, es werde
solches auch itzo, da S. Churf. G. dero Abgesandten dort
haben, ufn Fall König Ferdinand als König in Böheim und
der siebendte Churfürst zur Wahl zugelaßen oder auch wohl
selbst eligiret wird, nicht verbleiben: so ist doch gewiß und
unläugbar, daß uf dasjenige, so durch Käthe geschieht, bei
weitem so genau nicht gesehen wird, weil dieselben zu Gewinnung
der Zeit und Ersparung vielen Hin- und Wiederschickens
oft uf die majora instruiret werden müßen, denen
aber ein Herr, wann er selbst zugegen ist, dadurch oft begegnen
und dieselben wenden kann, daß er Gelegenheit hat,
mit seinen Mit-Churfürsten von einem und dem andern vertraulich
und ausführlich zu communiciren und dieselben auf
eine Seiten und Meinung zu bringen, daher auch wie gedacht
ein Herr in dergleichen Sachen, wann es wol getroffen wird,
mehr Danks, auch da niemand offendiret mehr .... als seine
Abgesandten davon bringet. Sollten aber S. Churf. G. die
Wahl zu verhindern sich naeher Frankfurt begeben und dem
Könige seine jura disputiren, würden sie ebenmeßig das ganze
Haus Oesterreich und die sämptlichen geistlichen Churfürsten
auf sich laden, zu geschweigen, daß 2. dieses ein Wahlwerk,
dabei sowohl in anderen Sachen die majora gelten, die der
König vigore aureae bullae, da gleich die Wahl auf ihn selbst
und seine Person fallen sollte, machen kann, daher S. Churf.
G. es auch zu hindern nicht vermögen. Und ist hierbei 3.
ferners wohl in Acht zu nehmen, wann S. Churf. G. in der
Person zu Frankfurt sich beünden und die Wahl ihren Fortgang
erreichen sollte, daß man ihr allerlei schwere wichtige
Sachen Vorbringen und anmuthen würde, darüber sie sich nicht
ohne praejudicio und zwar incontinenti zu resolviren hetten,
das aber alles, da schon dergleichen Anmuthen den Rathen
beschicht, durch sie ad referendum angenommen, die Antwort
auch hernach desto besser erwogen und bedacht werden
kann, daß also am sichersten allen Umbständen nach: es
beharren S. Churf. G. kegen König Ferdinando sowohl den