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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

Zur  Kuiscrwahl  1619.

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der  verpflichten  Schuldigkeit  nach  zu  gebrauchen  unterlaßen,
und  daraus  dem  Reich  angedeuter  maßen  einig  Unheil  (so  der
Allmächtige  gnediglich  verhüeten  wolle)  zustehen  solte,  gereichen
würde,  das  stellen  deroselben  hochvernünftig  zu  bedenken  wir
frl.  anheim.
Damit  aber  dannoch  E.  L.  und  menniglichen  zu  verspüren, ­
  daß  wir  das  unßerige  bei  dem  böhmischen  Unwesen
und  deßen  Accommodirung  zu  thun  geneigt  und  unsere  Meinung
nit  seie,  dies  Königreich  lenger  in  diesen  verderblichen  Unwesen ­
  also  stecken  zu  laßen,  man  sich  dessen  also  gewiß  versichert ­
  halten  möge,  seind  wir  entschlossen  neben  Eu.  und
anderer  unserer  Mit-Churfiirsten  L.  L.  auch  denen  Ständen,
so  sie  weiters  darzue  zu  ziehen  sich  mit  uns  vergleichen  werden,
einzig  aus  Lieb  zum  Vaterland,  und  in  Kraft  tragenden  Churfürstlichen ­
  Ambts  pro  authoritate  et  officio  uns  deßwegen  anzunehmen, ­
  darinnen  zue  handlen,  auch  hierzue  mit  denselben
alsobald  gewißen  Tags  und  Orts  zue  Fortsetzung  deßen  zu
vergleichen,  daßelbe  so  wol  oftgedachter  Königl.  Wrd.  und  Ld.
zue  Ungarn  und  Böheim  als  dero  Ständen  durch  sonderbare
Ausschreiben  zue  notificiren,  und  dahin  zu  sehen,  daß  gleich
nach  verrichter  Königl.  Wahl,  welche  sich  nunmehr  nit  lenger
differiren  läst,  solche  Handlung  vorgenommen  und  unausgesetzt
zu  erwünschten  guten  Ende  gebracht  werde.  Wir  müßen  aber
hiebei  unangedeut  nit  laßen,  daß  solche  Handlung  von  uns
dahin  nit  gemeint,  der  König.  Wrd.,  welche  wir,  wie  uugezweifelt
  Eu.  und  anderer  unserer  Mit-Churfürsten  L.  L.  L.
auch  für  einen  unzweifendlichen  König  in  Böllern  und  unseren
Mit-Churfürsten  achten  und  erkennen,  welcher  auch  daher  zue
diesen  Wahltag  beschrieben  worden  und  alhie  erschienen,
quaestionem  Status  moviren  zu  laßen,  wenigers  darüber  uns
einiger  Erkentniiß  anzumaßen,  sondern  verstehen  wir  dieselbe
uf  die  zwischen  Sr.  König.  Wrd.  und  dero  angehörigen  Ständen
entstandener  Mißverstende  und  Gebrechen,  und  wie  die  daraus
erfolgte  Kriegsempörung  ohnverletzt  Ihrer  Königl.  Wrd.  und
Ld.  Ehr  und  Affects  fürderlich  und  uf  billiche  Weg  hin  und
beigelegt  werden  mögen.
Sintemal  wir  dann  zue  E.  Ld.  als  einem  hochverstendigen
friedfertigen  aus  fürstl.  teutschen  Stamm  erbornen  und  des
Reichs  Wohlfahrt  hochliebenden  Churfürsten  das  bestendige
            
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