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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Tadra.

widersezen,  und  mit  Hiilfers  Hülf  sich  demselben  zu  entsprechen, ­
  und  nach  Exempel  anderer  sich  Selbsten  des  Scepters
und  der  Regierung-  zu  underzieheu,  und  wann  schon  solches
alles  nit  wäre  und  man  allerseits  zue  der  Handlung  schreiten
wollte,  so  ist  doch  einmal  gewiß,  daß  so  wohl  zue  gemelten
Informationen  und  andern  geraume  Zeit  gehören  und  darzu
noch  ganz  ungewiß  sein  wird,  wie  bald  darmit  auf  ein  End
zugelangen  und  der  Schluß  und  dessen  Volnziehung  zu  finden
sein  möchte.
Daß  nun  der  ausgeschriebene  und  von  uns  besuchte  Wahltag ­
  bis  dahin  verschoben  und  eingestellt,  und  das  heil.  röm.
Reich  in  diesen  Stand  leng-er  gelaßen  werden  solte,  das  befinden ­
  wir  allen  erwogenen  Umbstenden  nach  nit  allein  ganz
gefehrlich  und  unverantwortlich,  sondern  auch  der  güldenen
Bull  und  Hauptsazung  deß  Reichs,  wie  nit  weniger  der  Churfürsten ­
  Praeeminenz,  Hoheit  und  Authorität  zuin.  höchsten
praejudicirlich,  in  deine  wir  die  nit  unzeitige  Fürsorg  tragen
müssen,  da  das  Reich  bei  diesen  gefehrlichen  Leuften  irnd
benebenst  deren  aller  Orten  darin  sich  befindenden  Kriegsbereitschaften ­
  lenger  ohne  Haupt  gelaßen  werden  sollte,  leichtsam
und  aus  einer  unversehenen  geringen  Occasion  ein  solches  Feuer
darinnen  angeblaßen  und  aufgetrieben  werden  könte,  welches
das  böhmische  Wesen  an  Gefahr  weit  übertreffen,  ja  zue  einertotal
  Dissolution  und  Trennung  desselben,  und  folglich  einererbärmlichen
  Zerstreu-  und  Verheerung  unsers  lieben  Vaterlands ­
  aussclilagen  möchte.  Ob  auch  den  Churfürsten  des  Reichs,
denen  in  Kraft  inehrgemelter  güldenen  Bull  ungezweiflet  eben
zu  Verhütung  dergleichen  von  den  löblichen  Vorfahren  ganz
weißlich  und  sorgfeltig  vorgesehenen  Unheils  und  Erhaltung
friedtlichen  Wesens,  inner  gewißer  bestäubter  Zeit,  so  wol  den
Wahltag  auszuschreiben  und  denselben  zu  besuchen,  als  auch
die  Wahl  selbsten  vor  die  Hand  zu  nehmen,  und  zue  End  zu
bringen,  mit  Ernst  und  allenthalben  beigesetzter  Straf  uferlegt
ist,  auch  vor  anderen  Ständen  von  dem  allmächtigen  Gott  zue
solcher  Dignität  und  Würde,  einen  römischen  König  zu  wählen,
erhoben,  vor  Gott  und  der  Posterität  verantwortlich  sein  werde,
und  ob  es  ihnen  nit  mehr  zue  immerwehrenden  unauslöschlichen ­
  Verwiß  ja  wohl  höchster  Gefahr  solcher  ihrer  habenden
Präeminenz  und  Hoheit,  wann  Sie  sich  deren  zue  rechter  Zeit
            
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