Zur Kaiserwahl 1619.
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zu erinnern, als werdet ihr solcher Ablesung und Rathschlägen
an unser Statt beiwohnen, euch, da ichtwas weiters hierinnen
geendert werden sollte, nach den mehrern Stimmen richten,
auf Erfordern das Handgelöbniß thuen und leisten und in dem
übrigen ferner unsers Beseheidts und Resolution erwarten,
welche wir auf erlangte Relation und Bericht euch unsäumblich
neben Abschrift der Capitulation wollen laßen zukommen.
Hieran vollnbringet ihr unsere gnedigste Meinung, denen
wir mit Gnaden wohl zugethan und gewogen.
Datum Dresden den 23. Juli A. 1619.
XVI.
Eigenhändiges Schreiben des Kaisers Ferdinand II. an Johann
Georg Kurfürsten zu Sachsen.
(Original dd. 2. August 1619. Fol. 364.)
Duerchleuchtiger, hochgeborner Churfürst, frl. mein geliebter
Herr Oehaimb und Herr Brueder, Eu. L. sindt mein
ganz bereitwillige Dienste bestes Fleiss zuuorn bereit, und
solle deroselben hiemit frl. unuermeldet nit lassen, daß ich in
gewisser Hoffnung gestanden (obwohl Sie solliches in dero an
mich lezteren abgangnen Schreiben in was Zweifel gestehet)
E. L. alhier anzutreffen, und die vor diesen zwischen uns angefangene
vertreüliche brüederlichc Correspondenz nit allein de
novo zuuerneüeren sondern noch mehrers zue bestettigen, wieden
ich aber dieser meiner geschöpften Hoffnung mit nit geringer
Betrüebnus beraubt, so will ich doch nochmahl verhoffen, wie
ich dann dieselbe hiemit ganz freundlich ersuche, die wollen
den gemeinen Weesen zum besten, und unsorn lieben Vaterland
zue Nuz (inmassen Sie auch von denen Andern hie
anwesenden Churfürsten deßwegen ersuecht werden) ferres nit
ausbleiben, sondern Sich in der Person hieher verfügen, dan
durch deroselben Praesenz und Gegewertigkeit viel guetes
gerichtet und viel böses würdet kinden verhindert werden,
E. L. beinebens frl. versicherent und verquisendt, daß weder
Ihro noch einzigen Fürsten oder Standt des Reichs von mein
in Böhemb ligunden Kriegs-Volcli einige Bedrängnus solle zuegefügt
werden, will also neben frl. brüederlichen Recommen-Sitzungsber.
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