Zur Kaiserwalil 1619.
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Continuirung derselben könnten Ihre Churf. G. nicht unterlaßen,
uns zu berichten, daß die Pfälzer ihr gestriges Tages
in pleno gegebenes votum wegen des Eydes der Bürgerschaft
und Securitat der anwesenden Churfürsten und dero Gesandten
ezlicher maßen in dubium ziehen und allerei Difficultäten
erregen wollten, inmaßen dann heute Vormittag umb 8 Uhr
der Herr Oberhofmeister, Graf Hans Albrecht von Solms etc.
bei S. Churf. G. gewesen, sich kraft habenden Befelchs wegen
Chur-Pfalzens zur Vertraulichkeit neben Ueberantwortung eines
Credenzschreibens anerboten und sonderlich gesucht, daß mit
der Wahl nicht geeilet, sondern die Compositio der böhmischen
Unruhe vorhergehen möchte. Darauf sich Chur-Mainz erklärt,
dem Herrn Grafen würde noch gutermaßen wissend sein, was
jüngsten zu IPeidelberg, da Ihre Churf. G. beederseits zusammen
kommen und in Freundschaft und guter Nachbarschaft sich
freundlich besprochen und ersehen, der Verlaß allenthalben
gewesen, nemlich Ihre Churf. G. zu Mainz wollen fast Zusagen,
durch dero Mit-Churfürsten es dahin zu dirigiren, daß die
Königliche W. die ganze traetationem wegen der böhmischen
Unruhe dem Churfürstlichen Collegio sollte lediglich anheim
stellen, man wollte nur vermög der güldenen Bull der Citation
und zu rechter Zeit ausgefertigten Denunciationschreiben die
Wahl vorher gehen laßen, mit welchen Abschied dann als der
Churfürst Pfalzgraf zufrieden gewesen und acquiescirt, damit
in und außerhalb Reichs man nicht in die Gedanken gerathe,
die Churfürsten wären nicht mit einander ein io-, könnten sich
der Wahl nicht vergleichen und müßten also mit großen vorgeblichen
Unkosten und Nachtheil derer Lande und Leute
alhier liegen. Begehrten demnach gnedigst, weil S. Churf. G.
es teutsch und aufrichtig mit dem Reich meinete und sich aller
Treue zu uns den Sächsischen Abgesandten versehe, wir wollten
Sr. Churf. G. unsere Gedanken hierinnen eröffnen oder zum
wenigsten die Churpfälzischen dahin persuadiren, damit gleichsamb
zum Anfang nicht mehr Mißtrauen causirt, sondern das
bevorstehende Wahlwerk in guter Freundschaft fortgesetzt und
befördert werden möge.
Darauf gegen S. Churf. G. wir uns nachfolgender maßen
unterthenigst vernehmen laßen: Wir weren auf Sr. Churf. G.
Erfordern gar willig erschienen und was S. Churf. G. in Ver-