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T a d r a.
wichtigen Ursachen, so nach der Länge und ausführlich von
uns erzehlet, E. Churf. find, bei solcher Gefahr und Kriegsempörung
aus dero Landen, Chur- und Fürstenthumen zu verreisen
nicht gepühren wollte, sonderlich weil dero getreue und
gehorsame Landschaft kurz verrückter Zeit instendig und flehendlich
darvor gebeten, als wollten E. Churf. Gnd. deroselben
keinen Zweifel machen, Sr. Churfl. Gnd. würde solche erhebliche
Entschuldigung neben deroselben Mit-Churfiirsten vor
genugsamb erachten. Wir weren aber nicht desto weniger von
E. Churfl. Gnd. abgeox-dnet und dahin befehlicht, kraft habender
Instruction ixnd Vollmacht der Deliberation in vorfallenden
Sachen beizuwohnen, und alles dasjenige mit treuen Fleiß zu
befördern, was zu Fortsezung des Wahltags und Hinlegung
der im Königreich Böhmen entstandenen Unruhe nützlichen
und dienlichen sein mag, mit dieser Erklerung, daß E. Chrf.
Gnd. die von vielen undenklichen Jahren zwischen dem Erz-Stift
Mainz und dem hochlöblichen Churfürstlichen Haus Sachsen
wohlhergebrachte Coi’respondenz ihrestheils zu continuirn urbötig.
Darauf Ihre Churfl. Gn. ixnser Vorbi’ingen recapituliren
und durch dero Canzler folgender gestalt antworten laßen:
Ihrer Churfl. Gnd. were nichts liebei-s noch angenehmers zu
erfahren, dann wann E. Churfl. Gnd. neben allen den Ihrigen
sich bei guter bestendiger Gesundheit und glükseligen Zustande
deroselben eigenen Wunsch nach wohl befunden und begehrten
gnedigst, wir wolten bei ehester Post Sr. Churf. Gd. freundbrüdeilichen
Gruß und was dieselbe jederzeit liebs und guts
vermöchten, E. Chrf. Gnd. berichten und vei’melden. Und
obwohl die höchste und unumbgängliche Notturft in allweg ‘
erfordern wolle, daß bei diesem sorglichen und gefährlichen
Zustande des heil. röm. Reichs die sämbtlichen Churfürsten in
der Person dieser Wahl beigewohnet, damit alle bevorstehende
Gefahr und Unglück abgewendet, die vacii-ende Stelle mit
einem gnugsamb qualificirten Haupt wieder ersetzet, und die
Unruhe in den benachbarten Landen gestillet werden möchte,
so müsten doch Ihre Churf. Gnd. bekennen, daß die Ursachen,
so E. Churf. Gnd. tlieils schriftlich vor deßen, theils an izo
mündlich voi’bringen laßen, der Importanz und Wichtigkeit,
daß S. Churf. Gnd. E. Churf. Gnd. rebus sic stantibus billig
vor entschuldiget halten müßen, vernehmen aber gern, daß