Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

538

T  a  d  r  a.

unwandelbaren  Willen  und  Wohlgefallen  fast  nunmehrvor  dreien
Monaten  die  weilandt  Röm.  Kaiserl.  Majtt.  etc.  aus  diesem  vergänglichen ­
  Jammerthal  abgefordert,  und  dardurch  das  heil.  röm.
Reich  nicht  allein  seines  Haupts  entblößet,  sondern  auch  Ihrer
seeligen  Majt.  Königreiche  und  Erblande  in  nicht  geringer
Gefahr  hinderlaßen  worden.
Wann  dann  der  hoch  würdigste  (Titul  des  Churfürsten  zu
Mainz)  sich  der  güldenen  Bull  und  tragenden  Ambts  erinnert,
haben  S.  Ld.  gebürliche  Denunciation-schreiben  an  jeden  Churfürsten ­
  ergehen  und  dieselbe  durch  Abgesandte  in  Beisein  Notarien ­
  und  Zeugen  insinuiren  laßen,  darinnen  zue  bevorstehenden
Wahl  den  Ort  als  Frankfurt  am  Main,  und  den  10.  Juli  alten
Kalenders  doselbst  entweder  persönlichen  oder  durch  gnugsame
  Gevollmäehtigte  einzukommen  beniemet  und  angesazt,
inmaßen  uns  dann  solche  Denunciation  auch  Benennung  Ort
und  Zeit  üblichen  Brauch  nach  gleichfalls  geschehen  und  erfolget, ­
  welche  wir  auch  angenommen  und  des  Churfürsten  zu
Mainz  Ld.  dahin  beantwortet,  daß  wir  uns  der  güldenen  Bull
geines  erzeigen  wolten,  so  viel  die  sorglichen  und  gefährlichen
Zeiten  würden  zulaßen.
Ob  wir  nun  wohl  verhofft,  es  sollten  die  damals  bevorgestandenen ­
  Gefährlichkeiten  sich  wo  nicht  gänzlichen  doch
in  ichtwas  und  dergestalt  geendert  haben,  daß  wir  ohne  Gefahr
von  unserm  Churfürstenthumb  und  Ländern  persönlichen  abkommen
  und  dem  hocknothwendigen  Wahlwerk  beiwohnen
können,  so  ist  doch  solches  leider  nicht  erfolget,  sondern  sieder
ergangener  Denunciation  die  Unruhe  in  dem  benachbarten
Königreich  Böliemb  dermaßen  zugenommen,  daß  stündlichen
nichts  anders  als  unversehene  Einfälle  und  Einlagerungen  zu
befürchten  und  deßentwegen  von  unsern  Landen  uns  weit  zu
begeben  Ambtshalber  nicht  gebühren  will,  dahero  wir  verursachet ­
  worden,  uns  gegen  unsere  Mit-Churfürsten  des  persönlichen ­
  Erscheinens  halben  Inhalts  der  Copey  zu  entschuldigen.
Wann  wir  uns  aber  darbei  anerbietig  gemacht,  unsere  Stelle
durch  Abgesandte  zuersetzen  und  euern  Personen  hierunter
zugebrauchen  entschlossen,  so  werdet  Ihr  euch  darnach  achten,
damit  den  empfangenen  Befehlichen  zufolge  ihr  zu  Frankfurt
am  Main  den  10.  Juli  ankommen  und  anlangen  müget.  Nach
eurer  Ankunft  bei  des  Erb-Marschalks  des  von  Pappenheimb  etc.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.