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T a d r a.
unwandelbaren Willen und Wohlgefallen fast nunmehrvor dreien
Monaten die weilandt Röm. Kaiserl. Majtt. etc. aus diesem vergänglichen
Jammerthal abgefordert, und dardurch das heil. röm.
Reich nicht allein seines Haupts entblößet, sondern auch Ihrer
seeligen Majt. Königreiche und Erblande in nicht geringer
Gefahr hinderlaßen worden.
Wann dann der hoch würdigste (Titul des Churfürsten zu
Mainz) sich der güldenen Bull und tragenden Ambts erinnert,
haben S. Ld. gebürliche Denunciation-schreiben an jeden Churfürsten
ergehen und dieselbe durch Abgesandte in Beisein Notarien
und Zeugen insinuiren laßen, darinnen zue bevorstehenden
Wahl den Ort als Frankfurt am Main, und den 10. Juli alten
Kalenders doselbst entweder persönlichen oder durch gnugsame
Gevollmäehtigte einzukommen beniemet und angesazt,
inmaßen uns dann solche Denunciation auch Benennung Ort
und Zeit üblichen Brauch nach gleichfalls geschehen und erfolget,
welche wir auch angenommen und des Churfürsten zu
Mainz Ld. dahin beantwortet, daß wir uns der güldenen Bull
geines erzeigen wolten, so viel die sorglichen und gefährlichen
Zeiten würden zulaßen.
Ob wir nun wohl verhofft, es sollten die damals bevorgestandenen
Gefährlichkeiten sich wo nicht gänzlichen doch
in ichtwas und dergestalt geendert haben, daß wir ohne Gefahr
von unserm Churfürstenthumb und Ländern persönlichen abkommen
und dem hocknothwendigen Wahlwerk beiwohnen
können, so ist doch solches leider nicht erfolget, sondern sieder
ergangener Denunciation die Unruhe in dem benachbarten
Königreich Böliemb dermaßen zugenommen, daß stündlichen
nichts anders als unversehene Einfälle und Einlagerungen zu
befürchten und deßentwegen von unsern Landen uns weit zu
begeben Ambtshalber nicht gebühren will, dahero wir verursachet
worden, uns gegen unsere Mit-Churfürsten des persönlichen
Erscheinens halben Inhalts der Copey zu entschuldigen.
Wann wir uns aber darbei anerbietig gemacht, unsere Stelle
durch Abgesandte zuersetzen und euern Personen hierunter
zugebrauchen entschlossen, so werdet Ihr euch darnach achten,
damit den empfangenen Befehlichen zufolge ihr zu Frankfurt
am Main den 10. Juli ankommen und anlangen müget. Nach
eurer Ankunft bei des Erb-Marschalks des von Pappenheimb etc.