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Tad r a.
burgischen hätten sich aber gleich anfangs zur Wahl und
Krönungshandlung legitimiret, und es sei Kursachsen nichts
Anderes übrig geblieben, als dasselbe zu thun; nun sei nicht
mehr möglich, die Wahl zu verschieben. Was Ferdinand betreffe
, so hätten die sächsischen Gesandten auch bald nach
ihrem Eintreffen zu Frankfurt bei den pfälzischen die Frage
wegen Zulassung Ferdinands zur Kur angeregt, diese hätten
aber geantwortet, dass sie keinen Befehl hätten, Ferdinand
seine jura und Kur streitig zu machen. Was endlich die Frage,
betreffend den Candidaten für den Kaiserthron anbelangt, so
sei dies eine solche Sache, ,die in aller Geheim billig zu tractiren
und zu halten und also vor die Herrn Kurfürsten in der
Person gehörete, darumb sie sich auch gegen ihme deswegen
nichts vernehmen lassen könnten, sie wollen aber ihre nach
Frankfurt Deputirten dermassen instruiren, wie sie es gegen
Gott und der werthen Posterität zu verantworten getrauetenb 1
Am 15. August reiste Dohna von Dresden ab, ohne dem
Pfalzgrafen grosse Hoffnung mitzubringen. Da inzwischen auch
bei Kurbrandenburg ein gänzlicher Umschwung zu Gunsten
Ferdinands stattfand, so war das Endresultat nicht mehr zu
bezweifeln. Was später noch über das Ansuchen der böhmischen
Gesandten im Kurfürstencollegium verhandelt wurde, davon
schreiben die sächsischen Gesandten in ihren Berichten nach
Wiederaufnahme der Wahltagsverhandlungen; es zeigt sich,
dass sowohl Sachsen als Brandenburg ihre frühere Opposition
aufgaben, nur die pfälzischen Gesandten beharrten bei ihrer
Meinung, richteten aber damit nichts aus, es wurde endgiltig
beschlossen, dass die böhmischen Gesandten in Frankfurt nicht
zugelassen werden sollten.
Die Verhandlungen des kurfürstlichen Collegiums nahmen
nun einen raschen Fortgang und am 28. August erfolgte nach
dem kurzen Intermezzo mit der Verlesung des pfälzischen Votums
die einstimmige Wahl Ferdinands zum deutschen Kaiser.
1 Protokoll der Audienz dd. 3./13. August 1619.