DeTnosthenische Studien. II.
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Diese Rede blieb nicht ohne grossen Eindruck auf die öffentliche
Meinung. Wenn man bedenkt, dass diese Aussagen durch
die übrigen Gesandten bestätigt wurden und ihnen nur Demosthenes
mit seinem Misstrauen gegenüberstand, wenn man ihre
öffentliche Stellung ins Auge fasst, welche sie in dieser diplomatischen
Frage mit der Autorität eines Ministers der auswärtigen
Angelegenheiten unserer Tage umgab, so darf man
sich nicht wundern, dass das Volk sich blindlings ihrer Leitung
überliess. 1 Was konnte auch Demosthenes im Augenblicke
ihren Behauptungen entgegensetzen? Dass er von allen den
schönen Versprechungen und Hoffnungen nichts wisse, was man
ihm um so mehr zu glauben geneigt war, als ihn seine bisherige
politische Haltung nicht zu einem Vertrauensmann Philipps
qualificirte. Kurz die Meinung stand fest, dass die Symmachie
mit Philipp nur Heil und Segen für Athen bedeute. Was die
Athener mit grossen Opfern in den letzten Jahren vergeblich
erstrebt hatten, Euboea sollten sie in die Hand bekommen;
Oropos, dessen Verlust sie nie verschmerzt, sollte wieder ihr
Eigenthum sein; die in Trümmern liegenden Städte Thespiae
und Plataeae sollten wieder auferstehen.
Man begreift es, dass das Volk den Schwarzseher Demosthenes
nicht zu Worte kommen lassen wollte und die von
Philokrates gestellten Anträge gerne und ohne alle Bedenken
annahm. Dieselben gingen aber dahin, Philipp zu beloben, den
Frieden und das Bündniss seinem ganzen Umfange nach auch
auf Philipps Nachkommen auszudehnen; ferner wenn diePhokier
nicht ihrer Pflicht nachkämen und den Amphiktyonen das
Heiligthum übergäben, so werde das athenische Volk gegen
jene, welche solches verhinderten, Waffenhilfe leisten. Um zu
einer richtigeren Einsicht in den Sinn dieser Anträge und die
auferlegt haben. Aber dass der Hauptinhalt richtig bezeichnet sei, daran
ist kaum zu zweifeln.
1 Dem. a. a. O. § 5 xa<; aupßouXlai; TCtaxoxdpas u^oXapßave“’ stvcu xwv 7rpsaßscov 1
to; yap eIooxgjv Tuepi tov £7t4*.<p07)<7av axousxE. Demosthenes selbst kam nicht
recht zum Worte a. a. 0. 23 E7r£ipt6p.7]V xi Xdysiv xouxtov tbv £?<; x^v ßouXr)V
aTC7jyy£iXa. xai Trapaaxa? 6 psv e'vOev, 6 8’ svOsv, ouxoai xai ( I>tXoxpai7)?, ißocov,
EcjsV.pouo'v {J.E, teXeutüWts«; iyXEua^ov, ujjisti; 8’ ayeXatE. Das waren die üblichen
Mittel, sich missliebige Redner vom Halse zü halten, vgl. Aescli. RgTim.
§ 34 £7)teTv tou$ toioutous avÖpioTtoui; a^sXauveiv (xtzo tou ß^paxoi; xat;
xpau yat?.