Demosthenische Studien. II.
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werden, 1 oder, wie wir nun einfacher erklären können, dafür
sei im Rathsgutachten eine andere Ekklesie angesetzt worden.
Gegen die auf correctem Wege durchzuführende Aufnahme des
Kersobleptes in die Bundesgenossenschaft, die auch später erfolgte,
hatte er nichts einzuwenden. Trotz dieser Einsprache
des Demosthenes fand auf das Verlangen des Volkes die Abstimmung
doch statt (ßsüwwv §’ üp.wv zai touc zposopoui; £7l1 t'o
ßyjp.a zaXoüvTwv outm? azovToq aÜTOu t'o (jwfawiP mts4y;<pit0y)).
Dass Aleximachos’ Psephisma auch angenommen wurde,
erzählt Aeschines nicht, es ist auch durchaus unwahrscheinlich;
denn Aeschines wird nicht müde zu wiederholen, dass Kersobleptes
in der That von der Theilnahme an dem Frieden durch
Demosthenes ausgeschlossen wurde, 2 was doch eine zu platte
Lüge wäre, wenn auf Demosthenes’ fruchtlose Opposition gegen
die Abstimmung über den Antrag die Ekklesie seine sofortige
Aufnahme dennoch decretirt hätte, und worauf schon von anderer
Seite hingewiesen wurde; er kann seine einen solchen Gedanken
nahelegende Behauptung durch keinen fertigen Volksbeschluss,
sondern nur durch das Zeugniss des Antragstellers bekräftigen. 3
Und endlich der Ausdruck t'o (Jjy;<pic[P eTC£(iY]ffii'aOr; zwingt an sich
noch nicht an eine günstige Abstimmung zu denken, wenn auch
die passive Form meines Wissens in der Regel auf die Annahme,
1 Ueber diese mögliche Bedeutung des Infinitivs axoöoö^vat ,es müsse angesetzt
werden 4 vgl. Krüger GGr. § 55, 3, 13 und besonders Demosthenes
RgTimokrates § 24 aXXa xoüvavxt'ov (ot vo'p.ot) rcavxa cptXavOptoTCax; xat
Ö7)[j.otixüj<; cppa^ouat Trpaxxstv. RiidRhod. § 26 sv at£ (auvÖ7jxat<;) auxovo'p.ous
ia<; rcoXeii; Etvat yiypaTtxat. Thule. V 46, 1 op.b>£ toT<; Aaxsoatp.ovioi<; ecprj
^pfjvai <p(Xou; p.aXXov ytyvsaöat . . . X^ytov iv p.ev tw acpExs'pq) xaXtp, £v 6s iw
£X£{vtov coupEra? tov 7co'X£p.ov avaßaXXeaOat (er solle aufgeschoben werden).
2 RgKtes. § 73 xat toux'’ srcpa^av ixirj cpO^vovTo? xou eXacprjßoXiaivo? p.7]vo'<; —
Vgl. § 65 xp(tov 8’ ot:ü)$ KepaoßX^xr]? 6 0paxr]$ ßaatXsu; p.7) saxai evopxo;
p.r)8e p.Ex£axat aup.p.ay ta; xat x% eipTjvrji; auxqj — § 61 exootov 81 (PiXkno)
^ETiotrjxoxa KspaoßXE7i;T7)V tov öpaxrji; ßaatXsa, avopa cpt'Xov xat aup.p.a)(ov xrj
7ioXei. RvdGes. § 93 xat xov K£paoßXs7i;T7)V ’AÖrjvrjat piv sxarcovSov ixoUi<;
TrpOEopo; ojv, ev ’ßpEtp 8’ rjX^Et; — § 85 Ar)p.oaOEVr]; . . . cpatVExat T7fe aup.p.ay ta;
exxXehov auxo'v. Schaefer II 230 sieht hierin nur ,die schlimme Absicht
des Demosthenes bezeichnet, die ihres Zweckes verfehlte, denn axovxo;
auxou xo ^^^t^P-’ £7CE4r)cp{a0y) (§ 84). ; Sonst müsste es auch statt ExxXsttov
cxxXctaa? heissen 4 . Ganz richtig; aber diese Worte passen nicht minder,
wenn die Aufnahme des Kersobleptes in einer späteren Ekklesie erfolgte.
3 RvdGes. § 85 oxt 8’ aXrjOf] XEyto, xaXet p.ot xbv ypa^avxa xo tl>rjtpiap.a ’AXE^tp.ayov
xat xol>$ <rjp.7rpo£Opous xat xrjv p.apxupfav avayvtoOt.