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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

Demost.lienische  Studien.  TT.

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welches  das  CIA.  II  nr.  51  mittheilt,  an  späterer  Stelle
liefern.
Es  ist  sehr  zu  bedauern,  dass  uns  dieser  wichtigste  Antrag
des  Demosthenes,  •  von  welchem  die  schwersten  Beschuldigungen ­
  seines  Feindes  ausgehen,  nicht  seinem  Wortlaut  nach
erhalten  ist  und  uns  eine  Reconstruction  desselben  aus  den  bei
Aeschines  und  Demosthenes  verstreuten,  zufälligen  Notizen
nur  mit  theilweisem  Erfolg  gelingen  will.  Die  Verhandlung
sollte  sich,  so  viel  steht  fest,  auf  zwei  Tage  erstrecken  und
zwar  ward  für  die  erste  Ekklesie  der  8.  Elaphebolion  in
Aussicht  genommen,  wodurch  sich  der  Termin  der  zweiten
von  selbst  ergab.  Aber  nicht  so  sicher  steht,  dass  Demosthenes ­
  gleich  anfangs  als  Tagesordnung  dieser  Versammlung ­
  die  Berathung  nicht  bloss  über  den  Frieden,  sondern
auch  über  den  Bundesvertrag,  wie  Aeschines’  Worte  glauben
machen  (RvdGes.  §  53),  beantragte.  Es  lassen  sich  damit
nämlich  zwei  weitere  Stellen  desselben  nicht  vermitteln  (§  110
und  RgKtes.  §  66),  und  da  nicht  anzunehmen  ist,  dass  er  ohne
Grund  einen  so  auf  der  Hand  liegenden  Widerspruch  in  einem
Punkt,  der  sich  unter  seinen  Händen,  wie  sich  sofort  zeigen
wird,  zu  einer  Hauptanklage  gegen  Demosthenes  gestaltet,  sich
erlaubte,  werden  die  Worte  p.v)  govov  üxsp  elpi)vv)<;  akköt  -am  xspi
aus  der  Stelle  der  Rede  gegen  Ktesiphon  an  diesen
ungehörigen  Platz  gerathen  sein,  und  der  ursprüngliche  Antrag
nur  die  Verhandlung  über  den  Frieden  oder  wie  es  in  der
RgKtes.  heisst  xspi  tüv  xpb?  ÜÜAixxov  bezeichnet,  jedenfalls
von  dem  Bündniss  nicht  ausdrücklich  gesprochen  haben.  Der
demosthenische  Antrag  nicht  bloss  über  den  Frieden,  sondern
auch  über  die  Symmachie  zu  verhandeln,  fällt  später  und
zwar  wie  sich  aus  der  chronologischen  Aufzählung  der  Facta,
welche  Aeschines  (RvdGes.  §  109  ff.)  seinem  Gegner  in  den
Mund  legt,  ergibt,  sofort  nach  der  endlich  erfolgten  Ankunft  1

1  Es  ist  für  die  Feststellung'  der  Art  und  Weise,  wie  auswärtige  Angelegenh
  eiten  in  Athen  behandelt  wurden,  worüber  sofort  zu  sprechen  sein  wird,
von  Wichtigkeit,  hier  zu  constatiren,  dass  das  zweite  Psephisma,  welches
eine  Ekklesie  für  die  Einführung  der  Gesandten  und  die  Verhandlung
ihrer  Botschaft  festsetzte,  erst  nach  der  Ankunft  derselben  veranlasst
wurde.  Entscheidend  sind  die  eben  mitgetheilten  Worte  des  Aeschines
in  den  RgKtes.  §68:  p.6Ta  8s  xauia,  w  ’AOrjvaToi,  fjzov  ol  tou  OiXfarcou

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