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Har tel.
sich, um mit Philipp nicht Frieden, sondern Freundschaft zu
sehliessen. Hierin sah man alles Heil. Allerdings war der
Boden vorbereitet; aber die Saat unbegrenzter Hoffnung, die
so üppig in die Halme schoss, hatte mit geschickten Händen
im Stillen der kluge Makedonier gesäet.
Als Demosthenes’ Rathscollege Philokrates auf die guten
Nachrichten über Philipps friedliche Absichten den Weg für eine
Verhandlung durch das Psephisma, welches für Philipps Herolde
und Gesandten freies Geleite bestimmt, bahnen will und die
Unversöhnlichen die Klage der Gesetzwidrigkeit gegen diesen
Antrag erhoben, da tritt er als Vertheidiger und Fürsprecher
des Philokrates auf. 1 Als darauf Aristodemos vor den Rath
citirt, der wie es scheint, die Meldung nicht erwarten kann,
über seine in Makedonien gemachten Wahrnehmungen berichtet
und von Philipps Wunsch nicht bloss Frieden zu sehliessen,
1 Aeschines vdGes. § 13 eijiövto? os xauxa xou Kxyaicpcovxos xai ~oAAyv
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EXaXsaEV aüxfi auvrjyopov xov AypoaO^vyv, aXV oux e'j.s. raxpeXObw 3’ b piaotßlXi-.T.Oi
Ay|j.oo0EVys xax^xpujiE xyv yp.icav oXyv ajioXoyoü[j.EVOs xxX. Damit
stimmt RgKtes. § 62 fast wörtlich bis auf die mit Recht bei Seite
gelegte Variante jip&jßei? 7^p.7t£iv üotEp Etpyvy$ xai au p.pay t (a?. Als
Philokrates diesen Antrag stellte, gehörte er vermuthlich nicht dem
Rathe an; denn es geschah dies kurz vor dem Amtsjahr des Themistokles,
wie aus Aesch. RgKtes. § 62 klar hervorgeht. Wenigstens aus der
Charakteristik der Situation ergibt sich mit grosser Wahrscheinlichkeit,
dass Philokrates durch die Friedensstimmung des Volkes bewogen in der
Ekklesie seinen Antrag direct (evxau0’ y8y) stellte und dass gegen das
ctoipoßoüXEUxov sich die Anklage des Lykinos richtete. Aeschines selbst
scheint durch diese Hervorhebung der Einstimmigkeit (avxEiromos 8’ oüoevo;
— b Sypo; üv.a-i bp.oyvwp.ov5v) die zugelassene gesetzliche Incorrectheit
zu entschuldigen. Durchaus ähnlich ist Situation und Vorgang bei der
Stellung des Apollodorischen Antrags, worüber ich in den ,Demosthenischen
Studien 1 I (Sitzungsber. 1877 Juli B. 87, S 28 ff.) gehandelt. Der
Beschluss, der nach der für Philokrates günstigen Entscheidung des
Processes rechtskräftig war, ist nicht mit dem von Demosthenes später
gestellten als identisch anzusehen (vgl. Aesch. RgKtes. •§ 63).