Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

Fünf  Streitfragen.

333

Durch  diese  zwei  Gründe  ist  also  eine  p,eTdßa<7i<;  st?  ak~ko
ysvo?  ausgeschlossen.
In  seiner  Widerlegung  der  Annahme  der  Küfenser,  dass
die  Pluralendung  _L  an  den  der  Femininendung  beraubten
Singular  gehängt  werde,  hebt  Anbäri  treffend  den  Grundsatz
gegen  die  Richtigkeit  derselben  hervor,  dass  die  Pluralendungen
an  jeden  Schlussconsonanten,  also  auch  an  das  Tä  fern,  anzufügen ­
  seien.  Aus  diesem  Grunde  dürfe  das  im  Singular  wirklich ­
  vorhandene  Tä  vor  der  Anfügung  der  Pluralendung  nicht
abgeworfen  werden;  diess  zu  dem  Zwecke,  damit  man  aus
der  Form  des  Plurals  ersehen  könne,  welche  Singularform  derselben ­
  zu  Grunde  liege.  Ebenso  beweise  nichts  das  von  den
Küfensern  zum  Beweise  angeführte  Beispiel  des  gebrochenen
.fr  ?
Plurals  1w>Lä£.|  (von  iGic),  da  derselbe  unregelmässig  gebildet
und  selten  sei.  Gesetzt  aber,  die  Bildung  desselben  wäre  normal,
so  könnte  man  doch  nicht  dieses  Beispiel  als  Analogon  anführen, ­
  da  der  Plural,  san.  nicht  nach  der  Norm  des  gebrochenen
Plurals  gebildet  werde.  Aehnlich  verhält  es  sich  mit  den  Pluralen
un( l  indem  das  Ja  (obwohl  nicht  aus  Wäw
entstanden,  doch  als  solches  angesehen,  weil  es  die  vierte
Stelle  im  Worte  einnimmt,  vgl.  oben  S.  325)  zur  Wortform
gehört.  Demnach  verstösst  es  nicht  gegen  die  Regel,  dass  man
von  derartigen  Nominibus  den  Plural,  san.  masc.  bildet  —  im
Gegensätze  zu  den  auf  ein  Tä  fern,  ausgehenden  Nennwörtern.
Denn  dieses  hat  den  Werth  eines  selbständigen  Nomens,  welches
an  männliche  Substantiva  und  Qualificativa  angehängt  wird,  um
das  weibliche  Geschlecht  zu  bezeichnen.  Es  fällt  aber  im
Plural,  san.  fern,  von  selbst  aus,  weil  die  Pluralendung  zugleich
das  Tä  fern,  vertritt.
Gegen  die  Annahme  des  Ibn  Keisän  spricht  folgender
Grund:  Gesetzt,  es  wäre  das  Tä  formell  (UdjÜ)  weggefallen,
so  ist  es  doch  ideell  (I^.jA.äj)  vorhanden,  wie  das  Tä  fern,  in
dem  Plural,  san.  fern.  (  für  väjLä+Awi).  Daraus  ergibt
sich  die  Unmöglichkeit  der  Verbindung  zweier  nicht  zu  einander
gehörenden  Geschlechts-  und  Numerusendungen.  Ebenso  ist
die  Vocalisation  des  zweiten  Radicals  nach  falscher  Analogie
von  yyLijl  gegen  die  Regel  hineingetragen,  weil  die  Form  des
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.