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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

Fünf  Streitfragen.

331

dagegen  eine  Accidenz,  welche  man  an  die  Masculinform  anfügt ­
  um  dadurch  das  weibliche  Geschlecht  zu  bezeichnen.  Es
drückt  demnach,  seiner  Natur  nach,  nicht  so  intensiv  das
weibliche  Geschlecht  aus,  wie  jenes.  Daraus  folgt,  dass  die
Bildung  des  Plural,  san.  masc.  von  den  mit  s  fern,  schliessenden
Eigennamen  näher  liegt,  als  in  jenem  Falle.
Ihn  Keilln  lässt  gleichfalls,  wie  die  Küfenser,  das  ü  vor
der  Bildung  des  Plural,  san.  masc.  wegfallen,  motivirt  aber
dessen  Wegfall  abweichend  folgendermassen:  ,Die  ursprüngliche
o
Form  ist  :  davon  lautet  der  regelrechte  Plural,  san.  fern.,
nach  Ausstossung  des  —  und  diess  ist  nach  seiner
Ansicht  diejenige  Form,  welche  der  Bildung  des  Plural,  san.
masc.  zu  Grunde  liegt.  Der  Vocal  Fatha  ist  dabei  das  die
Nennwörter  von  den  Qualificativen  unterscheidende  Charakteristicum.'
  1
Die  oben  8.  329  an  die  Spitze  gestellte  Regel  ist  die
Lehre  der  Basrenser,  welche  auf  folgenden  zwei  stichhaltigen
Gründen  basirt:
1.  Die  Bildung  des  Plural,  san.  masc.  ist  zulässig  bloss  bei
den  Eigen-  und  Gattungsnamen,  welche  frei  sind  von  Tä  fern.,
der  mit  Vernunft  begabten  männlichen  Wesen  und  bei  den  diesen
zur  nähern  Beschreibung  dienenden  Qualificativen,  deren  Femininum ­
  mit  s  gebildet  wird.  Schliesst  nun  ein  Eigenname,  welcher
ein  männliches  Wesen  bezeichnet  mit  Tä  fern.,  so  ist  einzig
zulässig  die  regelrechte  Bildung  des  Plural,  san.  fern.,  da  der
Plural,  san.  masc.  zwei  Gegensätze  (die  beiden  einander  widersprechenden ­
  Genus-  und  NumerusbezeichDungen  s  und  ^  l)
in  sich  vereinigen  würde.  Die  Richtigkeit  dieser  Ansicht  erhellt
aus  der  Verbindung  eines  Substantivs  männlichen  Geschlechts
1  Vgl.  Fleischer,  Beitr.  1870,  S.  285  und  292;  —  Nar  el-kirä  Z.  19;  —
Wasit  el-nahu  ('e»,  Z.  8;  —  Ibn  Ja'is  p.  323,  Z.  7  ff.  und  p.  348;  —
Sudur  al-dahab  Pt",  Z.  17;  -  Ardabili  comm.  zu  Unmudaf  p.  60,  Z.  10;
—  Lumsden  ar.  gr.  p.  512,  Sect.  sec.,  Rule  first;  —  Hariri  Durrat  el
gawwäs  hrsg.  v.  Thorbecke  |^|,  Z.  9.  —  Kämil  Ipp,  Z.  6;  —  Hariri
seanees  ed.  II,  Bd.  II,  p.  85  (Ibn  Hallikän  II,  55  ed.  de  Slaue):
Selon  Stbaweihi  Kitfib  suppl.  arabe  Nr.  1155  Fol.  12 v :  On  maintient  le
fatha,  raeme  en  omettant  la  derniere  lettre  de  ce  nom,  parceque  on  dit

ordinairement
            
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