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Kosut.
Es sind dies nämlich nach der Anschauung der einheimischen
Grammatiker die durch die Vocalzeichen Fatha, Kesra und
Damma bezeichneten kurzen Selbstlauter, welche mit unsern
langen Vocalen und Diphthongen nichts zu schaffen haben: dies
sind nämlich zufolge ihrer Darstellung in der Schrift,Zusammensetzungen
eines Vocales und eines ruhenden Consonanten,
wobei der angebliche Consonant yAj die Hauptrolle spielt'. 1
Demzufolge kann der auf doppelte Weise zur Darstellung
gebracht werden: 1. durch die kurzen Vocale, wie in dem
Singular (ausgenommen die ,sechs schwachen Nennwörter') mit
Einschluss aller Singular-Collectiva (der Gattungs-Collectiva,
der Quasi-Plurale und der gebrochenen Plurale) und in dem weiblichen
Plural; 2. durch die schwachen Consonanten I y ^ als
Vertreter der kurzen Vocale, wie in dem Plural, Dual und den
,sechs schwachen Nennwörtern'. 2
Auf dieser unrichtigen Vorstellung basirt die Streitfrage
der beiden Schulen: ob die ,sechs schwachen Nennwörter' einfach
,jlCo (j-*) abgewandelt werden, wie die Basrenser
lehren, oder ob sie eine doppelte Abwandlungsbezeichuung
haben, wie die Kufenser lehren.
I. Die Kufenser gehen von der richtigen, allgemein
recipirten Annahme aus, dass die sechs schwachen Nennwörter
im stat. absol. des Singulars mit Vocalen abgewandelt werden.
Die ursprüngliche Form z. B. von i_sl lautet jol. Da nun aber
auf diese Weise ein durch Casusendungen (jj| I^jI) vocalisch
zu bewegendes ^ an das Wortende zu stehen kam, aber kein
schwacher Consonant nach einem mit Vocal versehenen festen
Consonanten Träger der Abwandlungsvocale sein darf, 3 übertrug
man dieselben auf den vorhergehenden festen Consonanten,
1 Fleischer, Beitr. 1874, S. 104. Vgl. Wallin in der Z. d. D. M. G. IX. S. 2,
36 u. 37; Grünert, Imäle, S. 22 (Separatabdruck aus den Sitzungsberichten
der kais. Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Ci. Bd. LXXXI, S. 466).
2 Ueber die Bedingungen der Abwandlung durch die schwachen Consonanten
vgl. Alfijj. ((", Z. 17 ff. (über ^ j bes. |^, Z. 5 = (C, Z. 4 ff.; — Ibn
Ja'is t )( J , Z. 2 ff.); — Katr el-nadä |a, Z. 4 ff., (dazu den Commentar des
Segä'l f“), Z. 23 ff.); — När el-kirä Z. 21 ff.; — Wasit, el-nahu (♦, Z. 5.
3 Vgl. de Sat;,y gr. ar. 2 ed. I, p. 105 und 106, § 208 und 209; — När
el-kirä Z. 21 ff.; — Fleischer, Beitr. 1866, S. 313.