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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Kosut.

Es  sind  dies  nämlich  nach  der  Anschauung  der  einheimischen
Grammatiker  die  durch  die  Vocalzeichen  Fatha,  Kesra  und
Damma  bezeichneten  kurzen  Selbstlauter,  welche  mit  unsern
langen  Vocalen  und  Diphthongen  nichts  zu  schaffen  haben:  dies
sind  nämlich  zufolge  ihrer  Darstellung  in  der  Schrift,Zusammensetzungen ­
  eines  Vocales  und  eines  ruhenden  Consonanten,
wobei  der  angebliche  Consonant  yAj  die  Hauptrolle  spielt'. 1
Demzufolge  kann  der  auf  doppelte  Weise  zur  Darstellung
gebracht  werden:  1.  durch  die  kurzen  Vocale,  wie  in  dem
Singular  (ausgenommen  die  ,sechs  schwachen  Nennwörter')  mit
Einschluss  aller  Singular-Collectiva  (der  Gattungs-Collectiva,
der  Quasi-Plurale  und  der  gebrochenen  Plurale)  und  in  dem  weiblichen ­
  Plural;  2.  durch  die  schwachen  Consonanten  I  y  ^  als
Vertreter  der  kurzen  Vocale,  wie  in  dem  Plural,  Dual  und  den
,sechs  schwachen  Nennwörtern'. 2
Auf  dieser  unrichtigen  Vorstellung  basirt  die  Streitfrage
der  beiden  Schulen:  ob  die  ,sechs  schwachen  Nennwörter'  einfach
,jlCo  (j-*)  abgewandelt  werden,  wie  die  Basrenser
lehren,  oder  ob  sie  eine  doppelte  Abwandlungsbezeichuung
haben,  wie  die  Kufenser  lehren.
I.  Die  Kufenser  gehen  von  der  richtigen,  allgemein
recipirten  Annahme  aus,  dass  die  sechs  schwachen  Nennwörter
im  stat.  absol.  des  Singulars  mit  Vocalen  abgewandelt  werden.
Die  ursprüngliche  Form  z.  B.  von  i_sl  lautet  jol.  Da  nun  aber
auf  diese  Weise  ein  durch  Casusendungen  (jj|  I^jI)  vocalisch
zu  bewegendes  ^  an  das  Wortende  zu  stehen  kam,  aber  kein
schwacher  Consonant  nach  einem  mit  Vocal  versehenen  festen
Consonanten  Träger  der  Abwandlungsvocale  sein  darf, 3  übertrug
man  dieselben  auf  den  vorhergehenden  festen  Consonanten,

1  Fleischer,  Beitr.  1874,  S.  104.  Vgl.  Wallin  in  der  Z.  d.  D.  M.  G.  IX.  S.  2,
36  u.  37;  Grünert,  Imäle,  S.  22  (Separatabdruck  aus  den  Sitzungsberichten
der  kais.  Akademie  der  Wissenschaften,  phil.-hist.  Ci.  Bd.  LXXXI,  S.  466).
2  Ueber  die  Bedingungen  der  Abwandlung  durch  die  schwachen  Consonanten ­
  vgl.  Alfijj.  ((",  Z.  17  ff.  (über  ^  j  bes.  |^,  Z.  5  =  (C,  Z.  4  ff.;  —  Ibn
Ja'is  t )( J ,  Z.  2  ff.);  —  Katr  el-nadä  |a,  Z.  4  ff.,  (dazu  den  Commentar  des
Segä'l  f“),  Z.  23  ff.);  —  När  el-kirä  Z.  21  ff.;  —  Wasit,  el-nahu  (♦,  Z.  5.
3  Vgl.  de  Sat;,y  gr.  ar.  2  ed.  I,  p.  105  und  106,  §  208  und  209;  —  När
el-kirä  Z.  21  ff.;  —  Fleischer,  Beitr.  1866,  S.  313.
            
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