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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

iTtinf’  Streitfragen.

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Erste  Streitfrage.
Heber  die  Abwandlung  der  ,sechs  schwachen  Nennwörter 4
•C-.fr
(JLo  } ö  yi  |*ä.  ^.1  t-J). 1
Die  Untersuchung  über  die  ,sechs  schwachen  Nennwörter'
(xJLäjlJ!  äX«JI)  nimmt  in  den  grammatischen  Schriften  der
einheimischen  Sprachgelehrten  eine  wichtige  Stelle  ein;  einzelne
von  ihnen  (JLo  werden  mit  besonders  grosser  Ausführlichkeit ­
  behandelt. 2  Der  Grund  dieser  auffallenden  Erscheinung ­
  liegt  in  der  missverständlichen  Auffassung  des  im  stat.
constructus  auslautenden  schwachen  Consonanten,  dessen  wahre
Bedeutung  den  arabischen  Grammatikern  für  immer  dunkel
blieb  und  Veranlassung  zu  abnormen  Abwandlungsdeutungen
gab.  Sie  können  nicht  umhin  denselben  entweder  bloss  für
den  Abwandlungsconsonanten,  d.  h.  den  Vertreter  der  einfachen
Abwandlungsvocale,  oder,  da  es  nun  nicht  angeht,  dessen
.fr
Charakter  als  dritten  Radicals  in  den  Dualformen  —
fr
—  hinwegzuleugnen  (vgl.  Ibn  Ja'is  ‘lt J ,
Z.  12  ff.),  in  der  Weise  der  jüdischen  Grammatiker  (vgl.  Kimclii
blbaö  “iBD  p-  113“  Constantinopl.  Ausg.),  ihn  nur  für  den  dritten
im  stat.  absol.  ausgefallenen  Radical  zu  halten. 3
Dieses  Missverständniss  der  an  und  für  sich  klaren  Tliatsache
  beruht  auf  der  rein  äusserlichen  Auffassung  und  Benennung
der  die  Abwandlung  (Casus  und  Numerus)  darstellenden  Vocale.
1  Vgl.  Zamah.  Mufass.  <j,  Z.  9  ff.  (=  Ibn  Ja'is  ^  |,  Z.  1  ff.);  —  Alfijj.  ||,  Z.  14  ff.
(Uebersetzung  S.  11  ff.);  —  Katr  el-nadä  |(£,  vorletzte  Zeile  (vgl.  dazu  den
Commentar  des  Sega'i  Bulak.  Ausg.  tGi  Z.  23  ff.);  —  Sudür  el-dahab
(Bulak.  Ausgabe)  Z.  5;  —  Nar  el-kirä  \,  Z.  21;  —  Mutarrizi  in  de  Safy’s
antliol.  gr.  p.  «j^,  letzte  Zeile;  —  Wasit  el-nahu  Z.  6;  —  Anban  ur
fr
cod.  Soc.  2,  Fol.  13 b ;  —  Agrümijjah  ed.  Trumpp.  ö.  14
(dazu  den  Commentar  des  Kafräwi  Z.  7);  —  vgl.  den  Text  unten.
2  Vgl.  darüber  die  von  Fleischer,  Beitr.  1366,  S.  313,  angeführte  Stelle
des  türkischen  Kämüs.
3  Philippi’s  Angabe  im  Wesen  und  Ursprung  des  stat.  constructus  im
Hebräischen,  S.  162,  Anm.  4  (auf  Grund  der  Stelle  des  Mufass.  *1,  Z.  9),
ist  demnach  nicht  ausreichend.
            
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