Fünf Streitfragen.
275
neue Methode in der Behandlung grammatischer Fragen eröffnet,
sondern sie hat auch einen hohen Werth für die innere Entwicklungsgeschichte
der arabischen Grammatik. Denn haben
auch die späteren compilierenden Grammatiker und ihre Commentatoren
das Material für ihre Werke aus den Originalschriften
der älteren und jüngeren Hauptvertreter der basrischen
und küfischen Schule geschöpft und die auseinandergehenden
Ansichten derselben angeführt, so mussten sie doch, bei der
Unzahl der Differenzpunkte und bei der noch grösseren Anzahl
verschiedener Ansichten der einzelnen Grammatiker über dieselben,
sich damit begnügen, sie eben nur zu erwähnen, ohne
tiefer in das Wesen der Gegensätze einzugehen. Eine Ausnahme
bildet der jetzt in einer musterhaften Ausgabe erscheinende
umfangreiche Commentar zu Zamahsari’s Mufassal von
Ibn Ja'is, welcher die verschiedenen Ansichten der Grammatiker
anführt und sie einer ausführlichen Kritik unterwirft.
Wir haben bereits erwähnt, dass der Verfasser mit der
vorliegenden Schrift eine neue Methode in der Behandlung
grammatischer Fragen eröffnet. Es ist dies die Methode,
welche in juristischen Werken derselben Gattung befolgt wird
und welche später der gelehrte Vielschreiber es-Sujüti in dem
ganzen Umfange der Sprachwissenschaft ausbildete. 1 Das Nähere
darüber besagt die Einleitung, woselbst der Verfasser über die
Veranlassung zu der Abfassung, den Zweck und die Anordnung
des Werkes spricht. Es heisst dort Fol. l b 4—13:
w r- w
ij.A-gJiAM.JI rLj>5l|. jmjoLmJ! pIaäaJ! j.x! Ja jli
*Di jLyo UöäJ I jLwjtA+Jlj kxjjx! t j-mUlÄumJI
liAiaJ ÜUcT |V^.J (jail jl L^._a3 Iax>
u äi.AÄia. ^-4. UJI J.AJ «Aiikill J-jIa^+JI v_/,A 3j3 1 _Aa
oiJ! ; y-AJs. äJI ItVffi j;i
r „ ' C- w ^ w C- £■
aä1.*^.J| J.A xaJ-a i_äÄA2.j jvJ >_AAj's.j' Itkso
lp-AÄ J I cui. vÄi AaJjLf ja xa4.a >—äJ f
1 Vgl. Goldziher in den Sitzungsberichten der kais. Akademie der Wissenschäften,
phil.-hist. CI. Bd. LXXII, S. 024 und Bd. LXIX, S. 18—21.
18*