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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

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Gotthard.

svat  greift?  Denn  wenn  er  daselbst  scharf  gegen  Bopp  auf
die  Formen  ti,  si  hinweist  und  meint,  dass  die  Formen  nicht
tvo,  svo,  sondern  to,  so  lauten  sollten,  so  könnte  man  ihm  mit
demselben  Rechte  bei  seiner  Erklärung  des  tvoj,  svoj  sagen:
,warum  nicht  lieber  toj,  soj,  confer  dat.  ti,  si‘.  Was  dem  Einen
recht  ist,  muss  auch  dem  Anderen  recht  sein.  Auch  thut  er
da  entschieden  Unrecht,  wenn  er  den  Bopp  belehren  will,
dass  die  Formen  nach  Bopp’s  Voraussetzung  nicht  moj,  tvoj,
svoj,  sondern  mostt  (moc),  tvoSti  (tvoc),  svostb  (svoc)  lauten
müssten.  Denn  die  von  ihm  absichtlich  ersonnenen  Formen
mostb  u.  s.  w.  hätten  entstehen  können,  wenn  sie  gleich  bei
der  Bildung  des  Ablativs  aus  dem  Ablativ  gebildet  wären.
Da  jedoch  die  Ablativformen  mo,  tvo,  svo  gleich  bei  der  Bildung ­
  des  Ablativs  das  Suffix  t  nach  slavischen  Lautgesetzen
hätten  abwerfen  müssen,  und  hiemit  in  den  Ablativformen  von
dem  ursprünglichen  t  keine  Spur  schon  in  der  Urzeit  auf  slavischem
  Boden  in  diesen  Formen  zu  finden  wäre,  so  könnten
die  Formen  des  Possessiv-Pronomens,  das  ja  doch  später  gebildet ­
  wurde  als  der  Ablativ,  nur  von  den  bereits  fertigen
Ablativformen  gebildet  werden,  bei  denen  sich  die  Sprache
des  ursprünglichen  Charakters  t  gar  nicht  bewusst  wäre.  Sehen
wir  den  Ablativ  schon  im  Sanskrit  im  Verschwinden,  um  so
mehr  müssten  die  Ablativformen  im  Slavischen  schon  in  der
Urzeit  rar  gewesen  sein,  da  man  ja  den  Ablativ  im  Slavischen ­
  sogar  bezweifelt.  Sowie  nun  Herr  Prusik  die  Possessiv-Adjectiva
  auf  om  und  vj  (iij)  aus  dem  Dativ  auf  u  hervorgehen ­
  lässt  und  an  das  abgefallene  i  —  erklärt  er  ja  selbst,
vlku  sei  aus  vlkui  entstanden  —  nicht  denkt  und  nicht  verlangt, ­
  dass  es  bei  der  Bildung  der  genannten  Adjectiva  zum
Vorschein  komme,  um  so  weniger  kann  das  t  des  Ablativs,
das  gleich  bei  der  Bildung  des  Ablativs  im  Slavischen  wegfallen ­
  müsste,  bei  der  Formation  des  moj,  tvoj,  svoj  zum  Vorschein ­
  kommen.  Dies  hätte  nur  dann  eintreten  können,  wenn
die  Bildung  des  Ablativs  und  des  Possessiv-Pronomens  moj,
tvoj,  svoj  gleichzeitig  eingetreten  wäre;  denn  dann  hätte  das  t
dadurch,  dass  es  gleich  eine  Stütze  bekäme,  sich  erhalten
können.  Wenn  er  also  selbst  hier  statt  von  vlkui  von
der  bereits  abgeschliffenen  Form  vlku  die  Possessiva  bilden
konnte,  ohne  auf  das  i  Rücksicht  zu  nehmen,  obgleich  die
            
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