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Gotthard.
reichen Schriften des Tomäs ze Stitneho kein Possessiv-Adjectiv
auf üj zu linden ist, so können die Adjectiva hoduji und sifeduji
nicht als Possessiv-Adjectiva aufgefasst werden. Ich fasse
diese Adjectiva als Bildungen mit dem weichen (adjeetivischen)
nominalen Auslaut auf, die aus den bereits zu u geschwächten
«-Stämmen volu, vonu, orlu, wieku, hodu, stredu hervorgegangen
sind. In Betreff des angeführten Beispiels tatinkuj syn kommt
es mir vor, als ob Herr Prusik das Beispiel aus der Kindersprache
entlehnt hätte, denn wer wird von sieh sagen:
ja jsern tatinkuj syn? Kinder, wenn sie sprechen lernen,
sprechen die Formen oft eigenthümlich aus, und diese eigenthümliche
Aussprache ahmen dann Kindermädchen oft aus
erheuchelter Zärtlichkeit bei der Pflege der Kinder nach.
Dass dann solche Formen keine Beachtung verdienen, versteht
sich von selbst. Doch gebe ich zu, dass die bei Personennamen
vorkommende Form auf üj, z. B. Havlüj,- Veranlassung
zu derselben Bildung bei anderen Substantiven gab.
Nach erfolgter Aufzählung der oben erwähnten Adjectiva
folgt nun die Erklärung der Entstehungsweise der Possessiva
auf ovi, a, o und uj. Der Dativ Sing, auf u wird zu Grunde
gelegt und gelehrt, die Sprache habe zwei Wege eingeschlagen,
indem sie 1. zwischen das u des Dativs und das adjectivische
Genusmerkmal a, a, o zur Vermeidung des Hiatus j einschob,
oder 2. das a in ov vor a, o steigerte.
Gegen die Deutung dieser Adjectiva aus dom Dativ
führen wir Folgendes an:
A. 1. Da die Possessiv-Adjectiva auf om im Slavischen
schon in der ältesten Zeit Vorkommen, so müssten auch die
Adjectiva auf uj, da sie sogar nach der Ansicht des Herrn
Prusik von den Adjectiven auf om . . verdrängt wurden, in
der ältesten Zeit gebildet worden sein. Da nun der Dativ
auf u aus u-i nach Abwertung des i entstand, und in ovi (aus
ui) das dativische i gefühlt ward, warum sollte hier die Sprache
bei der Bildung des Adjectivs j zur Vermeidung des Hiatus
eingeschaltet haben, wenn sie im Dativ lieber i in vlku abwirft,
als dass sie vlku-j-i bilde, obgleich der Vokal i zu j
leichter führen konnte, als das adjectivische Genusmerkmal
a, o; und warum sollte die Sprache bei den Adjectiven aut
ovi nicht von dem fertigen Dativ ovi, der schon da war, die