Ueber die possessiven Adjectiva auf ovt> (uv), ova, ovo im Slavischen.
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aus lautlichen Gründen (um ovov zu vennoidcn) das ^ nicht in
ov gesteigert.
3. Schleicher wendet ein, es wäre beim Entstehen des ov
aus dem Stammauslaut unbegreiflich, dass einige Casus häufiger,
andere nie ov, ev zeigen sollten, dass es im Dual fehlen und
im Plural beliebt sein sollte. — Dagegen kann man folgendermassen
erwidern. Wenn bei einem Substantiv Doppelformen
in den Casus entstehen, ohne dass sie der Bedeutung nach
ursprünglich geschieden werden, so geschieht es in der Regel,
dass einzelne Casus dieser Doppelformen nach und nach
weniger gebraucht werden. Dass es keinen Unterschied in
der Benützung der Doppelformen im Altslavischen gab, ist
erwiesen, nur des grösseren Gewichtes wegen wurden die
Formen mit ov bei einzelnen Substantiven gebraucht. Uebrigens
ist es überspannt, wenn man bei Doppelformen im Slavischen
ihr Vorhandensein in allen Casus verlangt, da man doch in
den verwandten Sprachen bei Doppelformen sieht, dass sie
sich in der Regel nur in einigen Casus festsetzen. Jedoch
lassen sich im Slavischen die Formen mit ov sowohl im Singular
als im Plural nachweisen; freilich darf man nicht verlangen,
dass jede slavische Sprache in allen Casus die Formen
mit ov zum Vorschein kommen lasse. So hat das Altslavische
die Formen mit ov im ganzen Plural, im Singular jedoch nur
im Dativ entwickelt, dagegen weist das Krainische die Formen
mit ov auch in den anderen Casus des Singulars nach. So hat
tat (jDicb'j im Gen. tata und tatova, im Loc. tatövi, im Instr.
tatdm und tatovdm; ebenso mdz im Gen. moza und mozeva u. s. w.
Dass die Formen mit ov im Dual bei den «-Stämmen nicht
Vorkommen, ist eben nur ein Zufall, weil ja die Dualformen
seltener gebraucht werden, und in den jetzigen lebenden
slavischen Sprachen nur Spuren des Duals sich erhalten haben;
denn selbst bei den «-Stämmen kann man schon im Altslavischen
die Formen mit ov nur durch ein Beispiel belegen:
synovü.
4. Schleicher führt ferner an, dass eben diese Formen
in der jüngeren Sprache überhandnehmen, dass jedoch Stammerweiterungen
eher sich abschleifen als hervorgerufen werden,
wobei auf dovo hingewiesen und bemerkt wird, dass ja die
Sprachen in ihrem geschichtlichen Verlaufe immer mehr den