Friedrich Christoph Schlosser.
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als die sind, welche gemeiniglich den nackten Thatbestand zu
sichern streben, wenn man von den Erscheinungen zu den
treibenden Motiven vorschreiten und diese Motive abschätzen
will. Doch war es hier nicht unsere Aufgabe, die Grundsätze
einer allseitig genügenden Methodologie aufzustellen. Sicher
würden durch die strengere Erfüllung dieser Aufgaben unter
den Händen des historischen Forschers selbst die Methoden
sich vervollkommnen, die zum Ziele führen. Es sind nicht
etwa neue Wege, die noch unbetreten wären; die hervorragendsten
neuesten Geschichtschreiber arbeiten bewusst und
unbewusst an dieser neuen Einschätzung des historisch überlieferten
Stoffes. Die Pforte zu einer neuen über die philosophirende
Geschichtschreibung hinaus fortschreitenden Bahn
ist längst eröffnet, sie braucht nicht eingestossen zu werden,
aber woran es mangelt, ist zuweilen die Einsicht in die principiellen
Fragen und die klare Orientirung über die wahren
Aufgaben, die noch zu erfüllen sind. Indem man hier mehr
als diese Wissenschaft überhaupt zu bieten vermag, erwartet,
dort bei weitem weniger als sie sollte, leistet, mag es einer
Ungeheuern Rührigkeit und einem gewaltigen, rastlosen Fleisse
gegenüber, welche in den Vorhallen und auf den Vorstufen des
Tempels herrschen, wohl zuweilen passend sein, einen orientirenden
Blick auf den ganzen Bau zu werfen, um sich zu versichern,
ob nicht vom Grundriss abgewichen worden ist.