Friedrich Christoph Schlosser.
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Methoden hei Erforschung derselben zur Anwendung kämen,
die dem Begriff der Welt und Menschheit in seinem ganzen
Umfange entsprechen. Da aber diese Methoden alle Gebiete
des menschlichen Wissens umspannen müssten, weil sich in
der Geschichte der Menschheit alle Thätigkeit der Menschen
mit allen Kräften der Natur in causalem Zusammenhang befinden
, wenn es überhaupt eine Wissenschaft der Geschichte
in dem Sinne von allem Geschehenen geben sollte, so folgt
weiters, dass für die blosse historische Forschung ein grosser
Theil der sich darbietenden Thatsachen immer unerreichbar
sein wird. Soll also die historische Wissenschaft als ein in
sich ruhendes Gebiet der allgemeinen Erkenntniss eine bestimmte
abgegrenzte Stelle einnehmen und demgemäss innerhalb
des ganzen Gebietes von dem, was der Mensch überhaupt
weiss und erforscht, auch eine erfüllbare Aufgabe besitzen, so
bleibt sie darauf angewiesen, sich auf jene Wirkungen zu beschränken,
deren Ursachen auf ihrem Wege, vermöge ihrer
Methoden der Forschung gefunden werden können. Sie kann
also auch nicht hoffen, sofern sie auf dem Wege ihrer Erfahrung
vorgeht, und es unterlässt, in andere Wissenschaften
überzugreifen, eine Erklärung jener Erscheinungen zu finden,
welche für den Bestand der Welt und der darauf wohnenden
Menschheit in irgend einem gegebenen Zeitpunkt maassgebend
wären.
Wenn aber das Forschungsgebiet der eigentlichen Geschichte
nicht alle Aeusserungen und Wirkungen des Welt- und
Menschenlebens umspannt, sondern nur auf gewisse Erscheinungen
beschränkt sein kann, so wird man schon auf dem
analytischen Wege der Ausschliessung alles dessen, was nur
durch mathematische, naturwissenschaftliche, philologische und
andere Methoden verstanden werden kann, zu einer richtigeren
Vorstellung von dem, was die eigentlich historische Untersuchung
zu leisten hätte, gelangen. Es ist aber klar, dass die
einzelnen Wissensgebiete nicht bloss negativ begrenzt werden
dürfen, sondern dass auch die positiven Momente ihres Inhalts
festzustellen sind.
Welche Erscheinungen nun der Historiker zu erklären
unternimmt, geht aus den ihm zu Gebote stehenden Erkenntnissquellen
hervor. Im Allgemeinsten handelt es sich dabei um