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Müller.
Der Uebergang von altind. ch (tsh) in armen. ,y (tsh),
wofür regelrecht t (tsh) erwartet wird (vgl. den Charakter der
Verba inchoativa: u. s. w.), ist ebenso zu beurtheilen,
wie in den alteran. Lauten ts, dz, welche uns im Armenischen
und Avglianischen als ts, dz entgegentreten.
In gleicher Weise nun wie in fajkJ' u. s. w. muss auch
das g in u. s. w. erklärt werden. Es ist also armen.
„ftpLmy (sireatsh) nicht altem *saira-ya-sat, sondern *saira-ya-skat
gleichzusetzen.
Der ganze hier berührte Sprachprocess ist also in Kürze
folgender:
Während i J' — alteran. aJimi, altind. asmi den Indicativ
bezeichnet, nahm die Inclioativ-Form /<,y/.<T = as-skä-mi die
Function des Conjunctiv-Optativs an, um die verloren gegangene
Form dieses Modus *hyävi oder *ahyäm zu ersetzen.
Während das Imperfectum /,/> an die alte Imperfect-Form
des Verbum substantivum sich anschliesst und dann durch
Zusammensetzung mit dem Stamme das Imperfectum der Verba
bilden hilft {•■/•pk/ 1 u. s. w.), hat die identische Form des Iuchoativums
die Function des Aorists übernommen und wird in
Verbindung mit dem Verbalstamm zur Bildung des schwachen
Aorists verwendet. Diese Form (im Armenischen würde sie
l-ul lauten) wurde aber beim Verbum substantivum, das überhaupt
keinen Aorist bildet, aufgegeben.
Die Erklärung der Formen des Futur-Conjunctivs und
schwachen Aorists, welche ich gegenwärtig als vollkommen
begründet zu bieten vermag, ist mithin folgende:
A. Conjunctiv.
Sing. 1. Pers. fakJ' = askami
2. Pers. /y/" = askaisa (?)
3. Pers. hjk = askati
Plur. 1. Pers. /•///■ ‘Cp = askamasi
2. Pers. Ay/,./* = askcitasi
3. Pers. feHu = askanti
B. Aorist.
Sing. 1. Pers. == saira-ya-ska-i
2. Pers. iifiptgL-p --- saira-ya-ska-thäs (?)
3. Pers. "/ipiiutj — saiva-ya-ska-t