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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 88. Band, (Jahrgang 1877)

Fünf  unedirte  Ehrenreden  Peter  Suchenwirts.

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vorliegenden  Originale  einige  Blätter  herausgerissen  waren,
wird  aber  dadurch  wieder  aufgewogen,  dass  die  Schlierbacher
Handschrift  fünf  Gedichte  enthält,  die  nach  Sprache  und  Inhalt ­
  zu  schliessen,  unbedingt  aus  Suchenwirts  Feder  geflossen
sind.  Von  diesen  sind  die  von  mir  mit  I,  II,  III,  IV  bezeiehneten
  bisher  ganz  unbekannt  geblieben,  von  V  kannte
Primisser  nur  die  letzten  sieben  Verse,  welche  er  auch  ,um  ein
zukünftiges  Auffinden  zu  erleichtern',  in  der  Vorrede  seiner
Ausgabe  (pag.  XLV)  anführte.
Das  von  mir  sub  I  angezeigte  Lobgedicht  ist  leider  ein
Bruchstück,  da  ihm  der  Anfang  fehlt.  Der  in  demselben  gefeierte ­
  Held  Moriz  von  Iiaunfeld  entstammte  dem  steiermärkischen ­
  auch  in  Nieder-Oesterreich  begüterten  Hause  Haunfeld,
als  dessen  Stammburg  Hainfeld  in  der  Nähe  von  Feldbach  in
Steiermark  gilt.
Unter  dem  in  II  gepriesenen  Helden  Janns  von  Chappel
ist  sonder  Zweifel  Janns  T.  zu  verstehen,  welcher  1357  aus
dem  Leben  schied.  Leider  sind  in  dieser  Ehrenrede  die
ersten  zehn  Verse  verstümmelt.
Das  Gedicht  III  preist  Herzog  Albrecht  11.  von  Oesterreich, ­
  den  die  Geschichte  den  Lahmen  oder  Weisen  nennt.
Der  in  IV  gefeierte  Albrecht  von  Rauhenstein  gehörte
dem  mächtigen  Hause  Ilintberg  -  Pilichdorf  an.  Er  war  der
zweite  dieses  Namens  und  starb  1354.
Das  mit  V  bezeiehnete  Poem  ist  ein  satirisches.  Primisser’s
  Ausgabe  nennt  den  Helden  Gunolf,  während  die
Schlierbacher-Ilandschrift  Sumolff  hat.
Die  unter  VI  und  VII  aufgeführten  Bruchstücke  ergänzen
die  Lücken  von  III  (,Von  herezog  Albrecht  von  Oesterreich')
und  VII  (,Von  purgraf  Albrcchten  von  Nürnberg')  bei  Primisser.
Um  zum  Schlüsse  noch  die  Frage  zu  berühren,  von
welchem  Originale  Baron  Enenkl  seine  Abschrift  gemacht
habe,  so  dürften  die  den  Gedichten  Vorgesetzten  Worte  des
Abschreibers  vielleicht  einigen  Aufschluss  gewähren.  Sie
lauten:  ,Dises  Heldenbuch  oder  beschreibung  XX  Oesterreichischer
  umb  die  1300,  1330,  1350,  1380  berümbten  beiden
Ritterlicher  Thatten  Ist  abgenommen  vnd  geschriben  mit  vnderschribnes
  banden  aus  dem  alt  vor  200  Jahren  gescliribenen
buech  bei  lieren  Wolf  Christoffen  Velderndorfer  zum  Neidenstein
            
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