Centralasiatische Studien. I.
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begegnet, und schlug von da eine mehr südöstliche Route ein,
bis er in drei Tagereisen zum eisernen Thore gelangte, dessen
Befestigung er noch wohlerhalten antraf. — In der mongolischen
Epoche, im Jahre 1222, gelangte Khieu Cang-Chün in
diese Gegend, auch ein gleichzeitig Reisewerk Ye-lü-öhu-thsa'i
bietet Angaben über selbe; ersterer schildert als Augenzeuge
die vielen Gebirgszüge südlich von Sie-mi-sse-kan (Samarkand)
und Ki-si (Kiss), sowie die eiserne Pforte, durch welche er in
südöstlicher Richtung zum A-mu gelangte (Pauthier, Journal
asiat., VI. serie, tome IX, p. 76, 77). ' Auch in einem Abriss
der Thaten Cingis-khän’s wird der eisernen Pforte und des
A-mu gedacht (Pauthier, Marco Polo, p. CXXII). In allen
diesen Schriftwerken finden sich die Charaktere Thie-men
,Eisen — Pforte' für die Localität angewendet, während
der mongolische Name, der seit dem dreizehnten Jahrhundert den
iranischen und arabischen verdrängt hat, Tämür-yaghalgha
lautet, worin der zweite Bestandtheil auf das Verbum yaghayo
,verschliessen' zurückgeht; in persischen und alttürkischen
Schriftwerken findet sich dafür die Modification Tlmür-qahlaqa
oder -qohluga (xjkLg.i' ^*.aj). Wir führen die zwei wichtigsten
Stellen aus Sarif-al-din "Ali an; in der einen (tome III p. 173)
werden folgende Localitäten, welche Timur 1398 berührte,
angeführt: Tarmidh, der kislaq von Glhän-säh, Tarki, das
eiserne Thor oder Qohluga mit dem Bergstrom Bärik, der Ort
Gikdaliq, ferner Qüzimundaq, Dürbilgln, der Fluss Tüm, endlich
Kess; in der anderen, ziemlich parallelen Stelle (IV p. 173):
Tarmidh, Qohluga, Sikdaliq, Dulburgin, Kess. Anderorts wird
der Fluss von Sikdaliq (I p. 69), sowie der Ort Quzimundaq
(I p. 141) erwähnt. — Da wir bereits die Hauptresultate der
russischen Expedition nach Hisär kennen, sind wir auch in
der Lage die Position der eisernen Pforte auf der heutigen
Landkarte genauer zu fixiren und in ein helleres Licht zu
stellen, als es bisher nach den allgemeinen Angaben der älteren
Reiseberichte möglich war (vgl. Majew, Izwestija der kais.
russ. Geogr. Ges. XII, 1876, Heft 5, S. 349—363; Lerch, Russ.
Rev. VII, 1875, Heft 8). Wir erfahren, dass der Fluss von
Khüzär, der sich mit dem Kaska-darya vereinigt, in seinem
Oberlaufe aus zwei mächtigen Quellenarmen besteht, dem
,grossen (katta)‘ und ,kleinen (kiel)' Uru-darya. Dieser letztere