Centralasiatische Studien. I.
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von Ammoniak und Salpeter'. Schwerlich bezieht sich auf
diese Gegend der Bericht, der sich bei Mas'üdl (Les Prairies
d’or, p. Barbier de Meynard, I p. 347 sq.) findet und worin
die Rede ist von einem 40—50 Meilen langen Tliale, welches
die Karawanen passieren müssen, wenn sie aus Khuräsän über
Sughd nach Sin ziehen: in diesem befänden sich die Berge, aus
welchen Ammoniak (nüsädar) gewonnen wird. Denn man kann
dabei mit Reinaud (Geographie d’Aboulfeda p. CCCLXXII)
viel eher an die flammenden Berge Ho-san im Thian-san
denken; vgl. auch die Stelle aus dem Kao-ühang-hing-ki (Journal
asiat. IV. Serie, tome IX, p. 63): ,on tire du sei ammoniac
d’une montagne situee au nord de Pe-thing (= Urumtsi)'.
Mit grösserer Berechtigung ziehen wir hieher eine Notiz aus
dem Alterthum, die sich bei Plinius, dem Naturforscher, findet
(II § 237): flagrat in Bactris Copiianti noctibus vortex. Baktra
ist hier in weiterem Sinne für das makedonisch-baktrische
Reich zu nehmen, welches auch Sogdiana umfasste; der Name
KwcavTY]? (vgl. Kw®dv-a, Ort in Karmanien, Ptolem. VI. 8, 14,
und Küfan, 6 Fars. v. Ablward, Yäqüt) geht zurück auf
baktr. kaofa, altpers. kaufa ,Höcker, Bergrücken', woraus
neupers. küh ,Berg' hervorgegangen, und bedeutet somit ,höckrig,
kuppenreich'. Zu kühn wäre wohl die Vermuthung, dass der
in dem Reiseberichte Fedtschenko’s vorkommende Name Kantagh
für den Berg, auf dessen brennenden Steinkohlenschichten
Schwefel gewonnen wird, in irgend welchem lautlichen Zusammenhänge,
etwa durch die Mittelform Kuhän, mit dem
plinianischen Cophantes stünde; auch müssen wir abselien von
der Variante Qän für Fän, die sich in dem persischen Texte
bei Bäber (I p. 176: nous arrivämes aux limites du district
de Fän etc.; laissant Fän ä main droite, nous primes la route
de Kistüt etc.) vorfindet. Auch eine zweite, sich uns aufdrängende
Vermuthung, dass nämlich die Völkerschaft der
Ivdvoapot, welche Ptolemaeus neben den (,waldbewohnenden')
Apiißaiaac im östlichen oder gebirgigen Sogdiana anführt, etwa
das Thal (darra, derena) des Berges Kan bewohnt haben möge,
müssen wir zurückweisen, da einmal der heutige Name des
Berges keine alte Gewähr besitzt und anderseits die KotvSapoi
auch anderswohin verlegt werden dürfen, in das Kandargebirge
östlich von Tas-kurghän (Sary-qol), das seinen Namen von