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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Tomasclick.

an  das  interessante  Phänomen,  welches  Lehmann  zur  Rechten
des  Fänbaches  unterhalb  Wair-äbäd  nahe  einem  Berggipfel
beobachtete  (S.  127  f.)  und  das  durch  das  Vorhandensein
brennender  Steinkohlenlager  im  Innern  des  Berges  erzeugt  wird.
,Wir  näherten  uns  dem  Gipfel  des  Berges,  als  uns  plötzlich
erstickende  Dämpfe  umfingen,  deren  starker  Schwefelgeruch
augenblicklich  über  ihre  Natur  belehrte.  Wir  hatten  die  ewigen
Feuer  erreicht  und  befanden  uns  vor  einem  natürlichen  Ofen;
zwischen  den  Spalten  der  Sandsteinschichten  drangen  nämlich
an  mehreren  Stellen  heisse,  unterirdische  Dämpfe  und  zuweilen
helle  Flammen  hervor.  Hier  hat  man  in  den  Fels  eine  kleine
Höhle  in  Form  eines  Backofens  hineingehauen  und  die  Wände
derselben  mit  Steinen  ausgemauert.  Aus  der  Tiefe  des  Ofens
vernahmen  wir  ein  beständiges  Rauschen,  Murmeln  und  Kochen.
Etwa  50—100  Fuss  über  dem  Ofen  und  etwas  weiter  östlich ­
  gewahrten  wir  mehrere  künstliche  Vertiefungen,  die
locker  ausgefüllt  waren,  so  dass  durch  die  Zwischenräume  beständig ­
  heisse  Dämpfe  emporstiegen;  wir  sahen  das  ganze
Gemäuer  mit  einem  Aggregat  von  Schwefelkrystallen  bekleidet.
Anderen  ähnlichen  Gruben  entstiegen  ausser  den  Schwefeldämpfen ­
  auch  Salpeterdämpfe,  die  sich  in  der  Gestalt  niedlicher,
fast  Zoll  hoher  Dendriten  condensieren.  Schwefel  und  Salpeter
wird  zum  Verkauf  eingesammelt,  etc.‘  —  Schon  der  arabische
Polyhistor  Qazwlm,  und  nach  ihm  mehrere  Verfasser  geographischer ­
  Compendien,  kennen  dieses  Phänomen  und  berichten
darüber  ungefähr  Folgendes  (Baqüwl,  Notices  et  extraits  des
manuscripts,  tome  II  p.  508;  Mesalek  alabsar,  Not.  et  extr.,
tome  XIII  p.  256;  vgl.  auch  Istakhr!  S.  130,  Idrlsi  I  p.  486  etc.):
jButtam  ist  ein  Gebirgscanton  im  Bereich  von  Farghäna.  Die
Berge  von  Buttam  sind  hoch  und  ziemlich  unzugänglich;  gleichwohl ­
  giebt  es  daselbst  viele  Heerden  von  Schafen,  Rindern
und  Pferden,  in  den  Thälern  blühende  Dörfer,  an  den  Bergabhängen ­
  starke  Vesten.  Man  findet  daselbst  Gold,  Silber,
Ammoniaksalz,  Borax,  Vitriol;  ferner  Eisen,  Blei,  Kupfer,
Quecksilber;  auch  Steine,  welche  wie  Kohlen  brennen.  Daselbst
ist  nämlich  ein  Fels  mit  einer  natürlichen  Höhle,  aus  welcher
beständig  Dämpfe  dringen,  die  bei  Nacht  hell  leuchten;  der
Qualm  ist  unerträglich;  an  den  Wänden  werden  die  Dämpfe
fest,  und  die  Anwohner  sammeln  die  so  gebildeten  Brocken
            
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