Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatische  Studien.  I.

87

wenn  er  bei  der  Position  Kül,  welche,  wie  wir  sehen  werden,
etwas  nördlich  von  dem  heutigen  Bustän  in  Bukhäräi  gesucht
werden  muss,  bemerkt  (Sprenger,  Post-  und  Reiserouten,  S.  17):
,südlich  davon  beginnen  die  Berge,  welche  sich  bis  Sin  ausdelmen'.
  Wir  übergehen  die  Sonderbezeichnungen,  die  sich
bei  anderen  arabischen  Geographen  für  diesen  Bergzug  vorfinden, ­
  und  erwähnen  nur  den  Namen  Sak,  den  al-Istakhri
(übers,  v.  Mordtmann,  S.  130)  für  das  Gebirge  südlich  von
Samarqand  kennt.  Am  häufigsten  begegnet  der  Name  Buttam
(|*Xj)  als  Gesammtbezeichnung  für  den  Gebirgsstock,  welcher
im  Gebiet  von  Nakhsap  und  Kiss  anhebt  und  in  der  Richtung
nach  Osten  sich  hinziehend  die  Quellen  des  Zarafsän  in  sich
schliesst,  so  wie  die  Quellen  aller  jener  Zuflüsse,  welche  Oxus
und  Jaxartes  aufnehmen;  in  neuerer  Zeit,  zum  ersten  Male
bei  Bfibr  (I  p.  56),  begegnet  dafür  der  Name  Küh-I-tan  oder
Küh-tan,  und  auch  die  neuesten  Kartenwerke  bieten  für  das
Scheidegebirge  von  Kiss  und  Hisär  den.  entstellten  Namen
Koten  oder  Kütün.  Seit  Lehmann  sind  auch  die  Benennungen
Wassan-tau  und  Fän-tau  (von  neupers.  fän  ,morsch,  brüchig')
für  die  südwärts  von  Ura-mithan  und  Warza-minar  am  Zarafsän
sich  erhebenden  Bergzüge  in  Gebrauch.
Auch  in  den  sinischen  Schriftwerken  finden  sich  Angaben
über  Gebirge  in  Sogd.  So  findet  sich  z.  B.  die  Notiz,  südlich
von  Tong-Tsao  oder  Osrüsana  nach  Fei-’an  oder  Farghäna  hin
erstrecke  sich  der  Po-si  ian  oder  das  Gebirge  Po-si  (Abel-Remusat,
  Nouv.  mel.  asiat.  I  p.  235;  Po-sie,  bei  Deguignes),
,oü  sont  des  retranchements  et  des  fosses  creuses  par  un  general
du  temps  des  Han';  man  wäre  versucht  in  dem  Namen  baktr.
parsti  neupers.  püst  ,Rücken'  zu  suchen,  oder  Basä  (L*j),  was
bei  einigen  Geographen  als  Gesammtname  für  die  von  Galca’s
bewohnten  Gebirgscantone  von  Wärukh,  Saldi  und  Hüsiyär
vorkommt;  sogar  an  die  Thalschlucht  Basmanda,  durch  welche
man  von  Ura-täpä  in  das  Zarafsänthal  hinübergelangt,  könnte
gedacht  werden.  Bald  darauf  heisst  es  in  demselben  Berichte:
,on  y  voit  la  ville  de  Ye-ca,  qui  est  gardee  par  un  commandant.
  On  sacrifie  deux  fois  par  an,  en  se  tenant  debout  vis-ä-vis
d’une  caverne  d’oü  il  sort  de  la  fumee;  le  premier  qui  la
touche  est  frappe  de  mort.'  Bei  diesem  Naturwunder  werden
wir  an  die  heiligen  Feuer  der  Parsen  gemahnt,  noch  mehr  aber
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.