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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Tomasche  k.

sich  folgende  zwei  Stellen,  welche  auf  den  bei  Tas-kurghän
laufenden  Zufluss  des  Kaska-daryä  bezogen  werden  müssen
(I  p.  147):  ,Alaga  Itu  et  Pulad  Bugha  etoient  campes  au  ruisseau
  de  Tüm,  et  l’Exnir  Hussein  etoit  arrive  a  QarsI';  (III
p.  174):  ,Timur  alla  camper  au  bord  d’une  petite  riviere,  nommee
Tiun'  und  am  folgenden  Tage  ,dans  la  deliceuse  Campagne
de  Kess'.  So  genau  und  zuverlässig  sind  die  Angaben  der
sinischen  Berichterstatter  über  die  so  entfernten  Westgebiete!
Uebrigens  findet  sich  bei  Serif  al-dln  auch  der  Name  Kaska
oder  Khuska  für  den  Fluss  von  Kess,  z.  B.  (I  p.  205):  ,il
alla  camper  dans  la  plaine  de  Khüsmis  sur  le  bord  de  la  belle
riviere  de  Khuska'.  Ist  es  gestattet  den  Namen  mit  neupers.
khusk  baktr.  huska  ,trocken'  in  Verbindung  zu  bringen,  so  hätten
wir  da  einen  Gegensatz  zu  dem  ,wasserreichen,  strotzenden'
Zufluss  Tüm;  auch  sonst  wird  berichtet,  dass  der  Fluss  von
QarsI  und  Kess  im  Sommer  wasserarm  sei  und  mitunter  gänzlich
austrockne.  Indess  sind  auch  andere  Ableitungen,  zumal  im
Zusammenhänge  mit  dem  Ortsnamen  Kess,  möglich.

Wenden  wir  uns  von  den  Wasseradern  zu  den  Rippen
des  Landes  Sogd!  Der  Name  von  Sogd  haftet  bei  Ptolemaeus
einem  Gebirge  an,  das  sich  über  das  Land  von  Westen  nach
Osten  in  langem  Zuge  erstreckt  und  dessen  Westende  den  Lauf
des  nicht  genannten  Polytimetos  an  der  südlichen  Uferseite  bis
zur  Krümmung  begleitet;  es  umfasst  also  die  ptolemäische
Bezeichnung  toc  üsyoia  spvj  zunächst  jenen  Gebirgszug,  der  aus
der  Nachbarschaft  Bukhärä’s,  entlang  dem  Zarafsan  bis  zu
dessen  Quelle  streicht,  dann  aber  auch  das  System  aller  jener
parallelen  Ketten,  welche  nach  Osten  hin  bis  zu  den  Quellen
des  Jaxartes  und  Oxus  sich  hinziehen,  und  als  deren  Fortsetzung ­
  der  Thian-san  gelten  darf,  also  die  Gebirge  von  Osrüsana
und  Farghäna  einerseits  und  die  von  Hisär  und  Qara-tagin
anderseits;  Ptolemaeus  bemerkt  nämlich:  ako  töv  Soyoiuv  opwv
TOTajjwi  Siappesuct  uXetouc  äv(!)Vup.oi,  cup.ßäAAovTS?  ~olq  oüo  ^oiap.oii;,
und  meint  darunter  die  Zuflüsse  zum  Oxus  in  Hisär  und
Qara-tagin  und  jene  zum  Jaxartes  in  Khöqand.  —  Treffend
charakterisirt  die  vorherrschende  Richtung  der  sogdischen  Gebirge ­
  von  West  nach  Ost  der  arabische  Geograph  Qodäma,
            
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