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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

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Tomascliek.

nam  etc.,  so  haben  wir  alles  was  die  Alten  über  den  Sogdfluss
  berichten.
Genauere  Nachrichten  bieten  schon  die  arabischen  Geographen, ­
  namentlich  Ihn  Hauqal  und  Yäqüt,  mag  auch  deren
Kunde  über  den  Oberlauf  des  Flusses  immerhin  noch  dürftig
sein.  Ihnen  zufolge  entspringt  der  ,Fluss  von  Sughd'  in  dem
Gebirge  Buttam  (*Jü)  im  Lande  der  Qarluq-Türken,  nach  der
Seite  von  al-Räst  und  Saghäniyän  und  gegen  Farghäna  hin.
Die  Länge  des  Thaies  bis  Bukhärä  hin  beträgt  50  Parasangen
oder  acht  Tagereisen.  Nach  längerem  Laufe  sammelt  sich  das
Wasser  zu  einer  Art  kleinen  See’s,  Namens  Wal  (^5.,  etwa
baktr.  vaidhi?  oder  sehr.  wart,  baktr.  vairi  ,Seebecken',
vairya  ,Canal'?).  Hierauf  folgen  Ortschaften,  namentlich  der
unter  dem  Namen  Burghar  oder  Yurghas  bekannte  Gau.  Der
Fluss  gelangt  zum  Orte  Waraglisar  der  bereits  zu
Samarkand  gehört;  hier  ist  ein  Damm  aufgeführt,  dessen  Erhaltung ­
  den  Bewohnern  obliegt,  was  ihnen  als  Aequivalent
der  Kopfsteuer  (kharag)  angerechnet  wird;  liier  theilen  sich
die  Gewässer  in  zahlreiche  Canäle,  um  sich  hinter  Samarkand
zu  einem  Hauptfluss  wieder  zu  vereinigen.  Von  der  Quelle
bis  zu  den  Mauern  Samarkand’s  sind  es  mehr  als  20  Parasangen. ­
  Hinter  Bukhärä  und  Baikand  in  der  Steppe  verlieren
sich  die  Gewässer  in  einem  Wasserbecken,  das  bei  Idrisi  (II
p.  194)  den  Namen  Sam-gas  führt.  Dies  die  Nachrichten  der
Araber  den  Plauptumrissen  nach;  in  die  Namen  der  zahlreichen,
das  Gebiet  Samarkand’s  bewässernden  Canäle,  welche  sie
anführen,  wollen  wir  nicht  eindringen,  sondern  gleich  einige
ergänzende  Notizen  aus  anderen  morgenländischen  Quellen
anfügen.  Bei  den  persischen  Geschichtschreibern  bis  auf  die
neueste  Zeit  herab  ist  kein  anderer  Name  für  den  Sogdfluss
häufiger  in  Gebrarrch  als  Kühikfluss,  äb-I-Kühik.  Die  Bezeichnung ­
  rührt  von  einer  tumulusartigen  Anhöhe  auf  der  Nordseite ­
  Samarkand’s  her,  an  welcher  der  Fluss  vorüber  fliesst,
und  die  jetzt  unter  dem  türkischen  Namen  Cupän-ätä-täpä
bekannt  ist,  vormals  aber  den  persischen  Namen  Kühik  ,monticulus'
  führte  (Memoires  de  Baber,  p.  Pavet  de  Courteille  I
p.  98);  hier  hatte  Mirza  Ulugh-begh  sein  astronomisches  Observatorium ­
  errichtet  zum  Behufe  der  Rectificirung  der  Erdtafeln
seines  Vorgängers  Khoga  Nasir  al-Tusi,  eine  Gründung,  welche
            
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