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Tomascliek.
skr. sürya hindust. sürag ,Sonne, Sonnenglanz, Glück, Herrlichkeit'
und ved. süri ,glänzend, reich, herrlich, Opferherr'
verwiesen werden darf. Dass in Sogd, wie in Baktra, in den
ersten Jahrhunderten n. Chr. der buddhistische Cultureinfluss
sehr mächtig war und den Parsismus zeitweilig überwog, ist
eine ausgemachte Thatsache; es dürfte uns das Vorkommen
eines hieratischen Appellativums indischen Ursprungs durchaus
nicht Wunder nehmen. Bemerkenswerth ist übrigens die Thatsache,
dass, während in Tukhäristän entweder eine einfache
Abart der Keilschrift oder das primitive Alphabet von 24 (25)
Zeichen (etwa gar das griechische?) in Uebung war, in Sogd
dagegen eine compliciertere Gestaltung desselben, nach Art des
Zend- oder Sanskrit-Alphabets oder den 34 Zeichen der tübetischen
Schrift ähnlich, angewendet wurde.
Versuchen wir nun in grösster Kürze — wie es auch das
spärliche Quellenmateriale mit sich bringt — eine Schilderung
des sogdischen Gebietes nach den ältesten Berichten zu geben
und beginnen wir mit der Hauptader desselben, auf deren
beiden Seiten das iranische Leben am regsten blühte, mit dem
Zarafsäu.
Der Sogdfluss führt bei den Geschichtschreibern der
Thaten Alexander’s des Grossen den Namen, welchen ihm nach
dem ausdrücklichen Zeugniss des Aristobulos (Strabo XI
p. 518) Griechen und Makedonier beilegten, noXu-tpr^oc d. i.
,vielgeschätzt, hochgeehrt, verehrungsreich'. Unmöglich können
die Fremdlinge aus Eigenem eine so überschwängliche Bezeichnung
für einen Fluss, der ihnen kaum anders Vorkommen
mochte wie viele andere Hyrkanien’s, Baktra’s oder der parthischen
Wüstenstriche, aufgestellt haben: wir besitzen in dem
griechischen Worte offenbar nur die getreue Uebersetzung einer
einheimischen, iranischen Bezeichnung, deren Lautcomplex zu
erschliessen uns vielleicht noch gelingen wird. Die Sogdianer
allerdings hatten vollen Grund dem heiligen Strome ihres Landes,
der ihnen Alles gab und spendete, mit solch’ aussergewöhnlichem
Namen ihre Verehrung und Dankbarkeit zu bezeugen.
Ziemlich unzureichend sind übrigens die Nachrichten
über selben, welche uns in den Auszügen aus den sicherlich
reichhaltigeren Quellenwerken der alexandrinischen Epoche