Centralasiatisclie Stadien. I.
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seitigen Lande dem Khäqän gehörten (Tabari, p. Zotenberg,
III p. 504); sondern verweisen vielmehr auf eine Notiz, die
sich bei Hiuan-Thsang findet. Dieser sinische Pilger, welcher
um 630 n. Chr. den Boden Sogdiana’s betrat, bietet niimlich
zwei Gesammtbenennungen für die Länder des Dü-äb, eine
für die südliche Hälfte oder das Gebiet von Baktra, nämlich
Tv-ho-lo qq ||||) oder Tukhära, und .eine für den nördlichen
Ländercomplex, welcher von dem ,eisernen Tliore' bei
Kasäna (Kess) bis hoch hinauf zu der Residenz des Khäqän’s
am Flusse Cüi sich erstreckte, nämlich Sv-li (7£ ^lj) oder
Sürik. Die Stelle lautet (Si-yü-ki, p. St. Julien, I p. 12 sv.):
,Depuis la ville de la riviere Su-se, jusqu’au royaume de Kiesoang-na,
le pays s’appelle Su-li, et les liabitants portent le
meme nom. Cette denomination s’applique aussi ä l’ecriture et
au langage. Les forrnes radicales des signes graphiques sont
peu nombreuses; eiles se reduisent ä trente-deux lettres, qui,
en se combinant ensemble, ont, peu a peu, donne naissance a
un grand nombre de motsh Damit ist eine zweite Stelle zu
verbinden (p. 24): ,L’ecriture (dans le pays de Tu-ho-lo) se
compose de vingt-cinq signes radicaux qui se combinent ensemble;
ils servent ä exprimer toutes clioses. Les livres sont
ecrits en travers et se lisent de gauche a droite. Les compositions
litteraires et les niemoires historiques se sont augmentes
peu a peu, et sont, aujourd’hui, plus nombreux que ceux du
pays de Su-lib Man könnte versucht sein diesen Namen aus
türkischen Sprachmitteln zu erklären, und da böte sich allerdings
z. B. sülu süly, in älterer Form sughluq suwlyq, ,wasserreiclF,
eine nicht unpassende Bezeichnung für das Zweistroinland.
Indess, das Sürik des Bundehes spricht unabweislich für
Identität mit Su-li, trotzdem dass der Gebietsumfang des letzteren
nach Norden zu ein weiterer ist als der von Sogdiana.
Entweder ist Sürik eine directe Entstellung von Ouglidha in
türkischem Munde, ähnlich wie jenes Sughdag in der Krym
zufolge der tief-gutturalen Aussprache des gh bei Arabern,
Tataren und Russen auch zu Formen wie Surdag (Frähn, Ibn-Foszlan
über die Russen, S. 28), Surag oder Suroz mundgerecht
gemacht wurde; oder wir haben in dem Namen ein buddhistisches
Aequivalent für die iranische Benennung, wobei auf