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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

Centralasiatisclie  Stadien.  I.

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seitigen  Lande  dem  Khäqän  gehörten  (Tabari,  p.  Zotenberg,
III  p.  504);  sondern  verweisen  vielmehr  auf  eine  Notiz,  die
sich  bei  Hiuan-Thsang  findet.  Dieser  sinische  Pilger,  welcher
um  630  n.  Chr.  den  Boden  Sogdiana’s  betrat,  bietet  niimlich
zwei  Gesammtbenennungen  für  die  Länder  des  Dü-äb,  eine
für  die  südliche  Hälfte  oder  das  Gebiet  von  Baktra,  nämlich
Tv-ho-lo  qq  ||||)  oder  Tukhära,  und  .eine  für  den  nördlichen ­
  Ländercomplex,  welcher  von  dem  ,eisernen  Tliore'  bei
Kasäna  (Kess)  bis  hoch  hinauf  zu  der  Residenz  des  Khäqän’s
am  Flusse  Cüi  sich  erstreckte,  nämlich  Sv-li  (7£  ^lj)  oder
Sürik.  Die  Stelle  lautet  (Si-yü-ki,  p.  St.  Julien,  I  p.  12  sv.):
,Depuis  la  ville  de  la  riviere  Su-se,  jusqu’au  royaume  de  Kiesoang-na,
  le  pays  s’appelle  Su-li,  et  les  liabitants  portent  le
meme  nom.  Cette  denomination  s’applique  aussi  ä  l’ecriture  et
au  langage.  Les  forrnes  radicales  des  signes  graphiques  sont
peu  nombreuses;  eiles  se  reduisent  ä  trente-deux  lettres,  qui,
en  se  combinant  ensemble,  ont,  peu  a  peu,  donne  naissance  a
un  grand  nombre  de  motsh  Damit  ist  eine  zweite  Stelle  zu
verbinden  (p.  24):  ,L’ecriture  (dans  le  pays  de  Tu-ho-lo)  se
compose  de  vingt-cinq  signes  radicaux  qui  se  combinent  ensemble; ­
  ils  servent  ä  exprimer  toutes  clioses.  Les  livres  sont
ecrits  en  travers  et  se  lisent  de  gauche  a  droite.  Les  compositions
  litteraires  et  les  niemoires  historiques  se  sont  augmentes
peu  a  peu,  et  sont,  aujourd’hui,  plus  nombreux  que  ceux  du
pays  de  Su-lib  Man  könnte  versucht  sein  diesen  Namen  aus
türkischen  Sprachmitteln  zu  erklären,  und  da  böte  sich  allerdings ­
  z.  B.  sülu  süly,  in  älterer  Form  sughluq  suwlyq,  ,wasserreiclF,
  eine  nicht  unpassende  Bezeichnung  für  das  Zweistroinland.
  Indess,  das  Sürik  des  Bundehes  spricht  unabweislich  für
Identität  mit  Su-li,  trotzdem  dass  der  Gebietsumfang  des  letzteren ­
  nach  Norden  zu  ein  weiterer  ist  als  der  von  Sogdiana.
Entweder  ist  Sürik  eine  directe  Entstellung  von  Ouglidha  in
türkischem  Munde,  ähnlich  wie  jenes  Sughdag  in  der  Krym
zufolge  der  tief-gutturalen  Aussprache  des  gh  bei  Arabern,
Tataren  und  Russen  auch  zu  Formen  wie  Surdag  (Frähn,  Ibn-Foszlan
  über  die  Russen,  S.  28),  Surag  oder  Suroz  mundgerecht
gemacht  wurde;  oder  wir  haben  in  dem  Namen  ein  buddhistisches ­
  Aequivalent  für  die  iranische  Benennung,  wobei  auf
            
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