Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 87. Band, (Jahrgang 1877)

76

Tomascliek.

berichtet  über  Kaflfa  ein  Periplus  Euxini  Ponti  (§  51,  p.  415  M.):
vüv  oh  Xeysxai  fj  ©Ecooxta  xy)  AXavtxij  ijxoi  xr,  Taupnä)  SiaXsxxw  ApoaßSa,
  xouxeaxiv  ETcxaOsoi;.  Müllenhoff  (Monatsber.  d.  Berliner  Akad.
1866  p.  564)  verbessert  ganz  mit  Recht  AßSapSa,  und  ich  bemerke, ­
  dass  der  Consonantismus  beider  Wortbestandtheile  specifisch
  ösisch  ist:  aßB-  ,sieben'  ist  öS.  awd,  baktr.  hapta,  d'poa
ist  ard  ,hehr,  göttlich,  Genius',  baktr.  areta  ereta,  altpers.  arta
(vgl.  dazu  ös.  ardar  aldar  ,Herr,  Aeltester',  armen,  ardar  ,gerecht, ­
  wahrhaftig',  ’Äpoapo;  und  Apoapaxo;  sarmat.  Eigennamen
auf  Inschriften,  endlich  ’AXov;  alanische  Prinzessin  bei  Kedrenos
  II  p.  503  a.  1033),  wozu  noch  das  ös.  Pluralsuffix  -tha
getreten  ist.  ,Die  sieben  Herren  (Genien)'  sind  offenbar  die
sieben  Amesä-cpenta,  ein  Wahrzeichen  dafür,  dass  die  Alanen
aus  Ceutralasien  ausgezogen  sind  und  als  jüngste  manische  Ankömmlinge ­
  des  zoroastrischen  Lichtglaubens  theilhaftig  waren,
während  ihre  Vorgänger,  die  Skoloten,  ihren  eigenen  Mythenkreis ­
  besassen,  den  noch  keine  zoroastrischen  Ideen  berührt
hatten.
Doch  kehren  wir  zurück  zu  Cughdlia,  dem  ,rein  geschaffenen, ­
  heiligen'  Lande  des  Ostens!  Wir  müssen  nämlich  von
einer  zweiten  Bezeichnung  für  dasselbe  Meldung  thun,  der
allerdings  ein  späteres  Alter  zukommt.  Im  Huzväres  nämlich
wird  Qughdha  mit  Surik  ("pTD  und  mit  der  Variation
dl^w  Süräk)  umschrieben,  und  heisst  es  vom  Arang:  ,er
fliesst  vom  Har-burz  in  das  Land  Sürlk,  das  man  auch  Same
nennt'  (Bundehes  cap.  XX,  mit  Justi’s  Verbesserung  Same-ce
für  Ame-ce).  Beruht  auch  letztere  Angabe  auf  einer  Verwechslung ­
  von  Sürik  mit  Süristän  oder  Sriim,  und  ist  es  auch
noch  immer  nicht  ausgemacht,  ob  unter  Arang,  baktr.  Ranha,
was  ursprünglich  Bezeichnung  eines  mythischen  Stromes  gewesen, ­
  später  der  Jaxartes  oder  der  Oxus  verstanden  worden
ist,  so  steht  doch  die  Existenz  des  Namens  Sürlk  für  Sogdiana
fest.  Wir  legen  weniger  Werth  auf  das  von  Spiegel  (Eran.
Alt.  I  S.  220)  herbeigezogene  Appellativ  eines  neben  dem
Könige  von  Kabul  genannten  Fürsten  im  Sah-nämah,  Sürl,
weil  wir  der  Meinung  sind,  dass  darunter  nur  der  Marzabän
von  Marw  verstanden  werden  darf,  sowie  ja  noch  unter  Yazdagird
  ein  fast  unabhängiger  Fürst  Mäha-veh  Sürl  erwähnt
wird,  der  alles  Land  bis  zum  Oxus  besass,  während  die  jen-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.