Centralasiatische Studien. T.
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bedingt durch den nachfolgenden Causativcharakter dha, welcher
mit skr. dhä baktr. dä ,setzen, machen, schaffen', identisch ist.
In Form und Bedeutung' stimmt mit cughdha vollständig- überein
das ösische Adjectiv (tag.) süghdä-g, (südl.) sighda-g, ,lauter,
pur, rein, heilig“, welches in dem reineren, digorischen Dialekte,
dessen Sprachschatz noch nicht in wünschenswerther Vollständigkeit
vorliegt, jedenfalls sughda-g oder sughda-k lauten
müsste. In derselben, mitten im Kaukasus gesprochenen, iranischen
Sprache findet sich auch neben sug ,Feuerbrand, Feuersbrunst“
(baktr. caoca) das Compositum sugh-zarine ,lauteres
Gold, Reingold“; und weil die Ösen oder As unstreitig Nachkommen
der mächtigen Alanen sind, welche seit dem ersten
Jahrhundert v. Chr. bis auf Timur’s Zeit in der Geschichte
eine liolle spielen, so halten wir folgende Notiz über eine
gleichnamige alanische Ortschaft in der Krym für keinen
müssigen Beitrag zur iranischen Nomenclatur. Das heutige
Südagh nämlich, ein schöner Hafenplatz an der Südostküste
Taurien’s, im Mittelalter Sitz eines bedeutenden Handels für
Pelzwaaren, Sklaven und nordische Waaren, Station erst der
Venetianer, hierauf der Genuesen, tartarisch seit 1223, heisst
in den griechischen Episkopatlisten und bei den byzantinischen
Historikern SouySai'a, in dem Briefe des Khazaren-khäqän’s Josef
a. 960 (Russische Revue 1875 S. 87) Sugdai, in der altslovenischen
Legende vom hl. Ivyrillos (Denkschr. d. Wiener Akad.
Bd. XIX, p. 227) Cojtl^m, auf den italienischen Seekarten
Sodaia oder Soldaia (Soldadia), während die arabischen Geographen
die Form Südäq (^jlo^w) bieten; die echte Bezeichnung
für diesen, einem Synaxarion zufolge (Zapiski Odeskago
obsöestwa, V p. 605) bereits im Jahre 212 gegründeten, Ort
war ohne Zweifel Sughdag, dem ösischen sughdag ,heilig“ entsprechend,
eine Gründung der Alanen. Man erstaune nicht über
diese Combination! ÄXavt'a liiess im Mittelalter der taurische
Küstenstrich bei Kapsi-khör, Uskut (Scuti), Tuak; im vierzehnten
Jahrhundert stritten sich um denselben die Metropoliten von
Cherson und von Gothia (Acta Patriarch. Cpol. II p. 67, 150).
Eine Ansiedlung auch im westlichen Taurien, im Gebiete von
Cherson, wird ausdrücklich in dem Aoyo? AXavr/.c? des Bischofs
Theodoros a. 1230 bezeugt (Nova Patrum Bibliotheca ed.
Mai, VI p. 382—384). Bereits aus dem fünften Jahrhundert