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Tomascliek.
mazda seine Schöpfungen so wie die Gegenschöpfungen Afigramainyu’s
aufzählt, unmittelbar nach dem arianischen Quellenlande,
worin durch zehn Monate Winter herrscht und nur
durch zwei Monate Sommer, als zweite Schöpfung des guten
Geistes anführt: Gäum yim Cughdhösayanem d. h. Gava, die
Wohnung von Cughdha, und erst dann auf Möuru, auf Bäkhdhi,
auf Nicä u. s. w. übergeht. Können wir auch nicht der Ansicht
huldigen, dass in diesem Fargard mit Bewusstsein und
gleichsam in Erinnerung der ältesten Geschehnisse der Gang
der iranischen Wanderung angegeben sei, so können wir uns
hinwieder nicht der Meinung entschlagen, dass mit der Voranstellung
des sogdischen Gebietes demselben eine gewisse Präponderanz,
sei es auf religiösem, sei es auf politischem Gebiete,
eingeräumt wird, und dass es in der Anschauung des
Verfassers gleichsam den Ausgangspunkt, den Focus des nationalen
Culturlebens bildete, von welchem die übrigen Lande
strahlenförmig nach allen Seiten ihr Licht erhielten.
Schon der Name Cughdha ist charakteristisch genug und
bezeichnet, hieratisch aufgefasst, das Gebiet, worin Licht und
Reinheit herrscht, worin alles Unreine und Finstere, alles
Feindliche und Schädliche, alles Ahrimanische, verbannt und
ausgeschlossen ist. Für die baktrisch-sogdianische Form Qughdha
sahen wir in den Keilinschriften der ersten Ordnung die
altpersischen Moditicationen Cuguda, Suguda, Cugda, in jenen
der dritten die assyrische Aussprache Suukdu (Sükdu) eintreten;
die Schriftwerke der neueren Perser und die arabischen
Geographen bieten die verkürzten Formen lLuo
Süghd (Soghd) oder Sughd. Die Griechen nennen die Einwohner
Soyoct (so namentlich Herodotos), Ssyoioi, üoyolaioi, loy-Siavot,
HoycaViat, woneben die im Stammvocal reineren Formen
für das Land SouyScavif\ (Zonar. Lex. p. 1661, Eustath. zu Dion.
Per. 747), SouyS(a und So'jySG; (Dion. Per. 747, Niceph. et
Paraphr. ibid.) sporadisch auftreten; auch bei Mela I 13 und
III 42 haben die besten Handschriften Svgdiani. Der Name
ist echt iranisch, und die Sprachforscher leiten denselben übereinstimmend
ab von der arischen Wurzel guö ,leuchten, strahlen,
glänzen', ,brennen, glühen', neupers. (Inf.) sükhtan, wozu
baktr. güöa ,klar,‘ güka ,leuchtend, Erleuchtung' und cukhra
,hellfarbig, roth,' gehört; der Eintritt der Media-Aspirata ist